Aachen - Susanne Schwier: selbstbewusst, flexibel und schon Fan des Dreiländerecks

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Susanne Schwier: selbstbewusst, flexibel und schon Fan des Dreiländerecks

Von: Matthias Hinrichs
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Hat „großen Respekt“ vor der neuen Herausforderung: Susanne Schwier lenkt bald das größte Dezernat der Stadt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Als gelernte Pädagogin hat sie das vielschichtige Feld in Sachen Bildung auf so ziemlich allen einschlägigen Arealen beackert. Im kommenden Jahr übernimmt Susanne Schwier mit dem städtischen Dezernat für Bildung und Kultur, Schule, Jugend und Sport die nächste große Herausforderung. Am Mittwoch ist die 54-Jährige im Rat einstimmig gewählt worden.

Im AZ-Interview gibt die gebürtige Westfälin erste Auskünfte über sich selbst und ihre Pläne im Dreiländereck. Konkrete Eckpunkte nennt sie dabei naturgemäß noch nicht - umso erkennbarer wird indes, dass es ihr an Selbstbewusstsein ebenso wenig fehlt wie an der nötigen Portion Vorfreude für ihr schwieriges neues Amt. „Ich habe großen Respekt vor dieser, für mich neuen Herausforderung“, sagt Schwier auch und vor allem im Hinblick auf die „Baustelle Kultur“, welche Politik und Bürger zurzeit einmal mehr in besonderem Maße beschäftigt.

Haben Sie sich schon einen unmittelbaren Eindruck von Aachen verschaffen können? Kennen Sie die Stadt ein wenig über die jüngsten Stippvisiten hinaus?

Schwier: Aachen kenne ich leider tatsächlich nur als Touristin. Das Rathaus, den Dom, das Ludwig Forum, einige wunderbare kleine Lokalitäten und Boutiquen habe ich mir bislang angesehen. Vertieft bin ich aber noch nicht eingestiegen, daher freue ich mich sehr darauf, nach Aachen zu ziehen und in diese schöne Stadt und meine Arbeitsgebiete wirklich eintauchen zu können.

Wann können Sie antreten?

Schwier: Das muss noch genauer besprochen werden. Natürlich benötige ich noch ein wenig Zeit, um meine Geschäfte in Hamburg verantwortungsvoll übergeben zu können, gleichzeitig drängt es mich nun auch in meine neuen Aufgaben in Aachen.

Wo wollen Sie Prioritäten setzen?

Schwier: Meine Priorität wird zunächst darauf liegen, mir einen Gesamtüberblick über das Dezernat zu verschaffen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Inhalte der unterschiedlichen Arbeitsbereiche möglichst rasch kennen zu lernen. Anschließend werde ich inhaltliche Prioritäten benennen können.

Als Schulexpertin in der Hamburger Verwaltung haben Sie unter anderem für große Aufmerksamkeit gesorgt, als Sie das „Sitzenbleiben“ abgeschafft haben – allerdings gekoppelt an eine verbindliche Lernförderung im Bedarfsfall. Wie hat sich das aus Ihrer Sicht bewährt, wäre dies ein Modell auch für Nordrhein-Westfalen?

Schwier: Das Abschaffen des Sitzenbleibens war eine Entscheidung der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg; ich habe die Implementierung in den Schulen begleitet. In diesem Zusammenhang habe ich eine Evaluationsmaßnahme etabliert, die regelmäßig Aussagen zur Quantität und zu ersten Wirkungsmerkmalen der verbindlichen Lernförderung ermöglicht. Die daraus gewonnenen Daten sind ermutigend, sie zeigen zunehmend, dass sich die Maßnahme für Hamburg, als Stadtstaat, zu bewähren scheint. Die Entscheidung zu einem solchen Schritt liegt in NRW nicht auf kommunaler Ebene.

Als neue Dezernentin übernehmen Sie ein riesiges Ressort. Auch im Hinblick auf die Kulturförderung wird zurzeit heftig debattiert, vor allem über die finanziellen Zuwendungen für freie Initiativen, die vielen als viel zu gering erscheinen. Was entgegnen Sie Kritikern, die befürchten, dass die Kultur an den Rand gedrängt wird, wenn wieder eine Schulexpertin das Dezernat leitet?

Schwier: Ich habe mich in der Vergangenheit in meinen beruflichen Veränderungen immer sehr zügig und nachdrücklich in neue Aufgaben- und Arbeitsgebiete eingearbeitet. Das werde ich auch in dem vielfältigen Kulturbereich in Aachen machen. Ich habe großen Respekt vor dieser, für mich neuen Herausforderung. Gleichzeitig ist es ein besonderes Interesse von mir, im Kulturbereich intensiv zu arbeiten.

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