Süßer Kuchen der EU wird jetzt verteilt

Von: Robert Baumann
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Aachen. Der Kuchen ist ganz schön groß, den die Europäische Union da verteilen will. Und Aachen möchte ein größtmögliches Stück davon. Das EU-Forschungsförderprogramm „Horizon 2020“ hat ein Budget von 77 Milliarden Euro für 2014 bis 2020.

Damit ist es das weltweit größte grenzüberschreitende Förderprogramm für Innovation und Forschung. Die Mittel sollen insbesondere der industrienahen Forschung zugutekommen, auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können auf Unterstützung hoffen. Die Stadt Aachen will daher gerade diese Unternehmen motivieren, sich für Fördermittel zu bewerben.

Am 28. März organisiert die Stadt daher einen kostenlosen Workshop, der innovative Unternehmen und andere interessierte Akteure über Fördermöglichkeiten und -instrumente informieren soll. Dabei werden Unternehmen bei der Partnersuche und der Vermittlung zu nationalen und europäischen Kontaktstellen unterstützt, gemeinsam mit EU-Experten werden Kooperationsmöglichkeiten ausgetauscht, und bereits mit EU-Mitteln geförderte Unternehmen berichten von ihren Erfahrungen.

Kleine und mittelständische Firmen für die EU-Förderung zu begeistern, scheint notwendig. Im vergangenen Förderprogramm (2007 bis 2013) nahmen nur wenige die Möglichkeiten in Anspruch. „Genau hier möchte die Stadt ansetzen durch das neu geschaffene Angebot einer unkomplizierten Erstberatung und Unternehmen aktiv dabei unterstützen, sich im neuen Förderprogramm zurechtzufinden“, sagt Manfred Sicking, Dezernent für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen der Stadt Aachen.

Vermutlich lag die geringe Beteiligung von kleine und mittelständische Unternehmen auch an der niedrigen Förderwahrscheinlichkeit, die nur bei 26 Prozent lag. Zudem wird das gesamte Anmeldeprozedere als kompliziert empfunden wird. „Wir brauchen einen Übersetzungsdienst für die neue Ausschreibungssystematik und eine sinnhafte Beratungsstruktur, sonst wird der Erfolg von Horizon 2020 im Hinblick auf die angestrebte 20 Prozent-KMU-Beteiligung hinter seinen Erwartungen zurück bleiben“, sagt Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen.

Wieviel Aachen und die Unternehmen von dem 77-Milliarden-Euro-Kuchen letztlich abbekommen, ist noch völlig offen. „Aachen hat in den vergangenen Jahren gut von den Fördermitteln profitiert“, sagt Begaß und spricht von rund 180 Millionen Euro. Diesmal sei der Fördertopf aber viel größer.

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