Süße Sachen, die gar nicht dick machen

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Horbach. Extrem appetitlich sehen sie aus, die Berliner, Schokoladen-Muffins und Donuts mit rosa Zuckerguss. Nur zum Essen sind sie leider nicht gedacht.

Denn der von Kamilla Kleinschmidt gestaltete Süßkram gehört an die Ohren und um den Hals, wird sich aber auch nie an den Hüften der Käuferin festsetzen. Die Studentin an der Akademie für Handwerksdesign knetet Miniatur-Gebäck aus Fimo, und gestaltet so Ohrringe, Halsketten und Armbänder.

Auf der Ausstellung „Ideen und Objekte” auf Gut Rosenberg findet ihr Schmuck Anklang bei den Besuchern. „Besonders der Donut mit den bunten Streuseln ist beliebt”, freut sich Kleinschmidt über ihren Erfolg.

Eigentlich beschäftigt sich die gelernte Graveurin mit Glas und Metall, fertigt Pokale oder Vereinsmedaillen. Doch mit Fimo habe sie schon ihr ganzes Leben gerne modelliert, etwa einen Staubsauger mit abnehmbaren Fuß für ihr Puppenhaus. „Und als ich selber eine Zahnspange tragen musste, habe ich auch eine aus Fimo für meine Puppen gemacht”, sagt Kleinschmidt und präsentiert lachend besagten Gegenstand.

So wie die passionierte Fimo-Modelliererin nutzen Studenten und Mitarbeiter von 40 Werkstätten aus der Euregio Maas-Rhein die Möglichkeit, ihre Objekte auf Gut Rosenberg, der Bildungsstätte der Handwerkskammer, zu präsentieren. Die Bandbreite reicht dabei von schön über praktisch, bis hin zu einfach nur schräg. Filztäschchen für den Schlüsselbund sind genauso zu bestaunen wie Topfuntersetzer aus edlem Holz oder ein Sessel aus unzähligen ineinander gesteckten Spanholz-Platten.

Buchbinderin Romina Ottavio recycelt alte Kassetten und macht daraus Notizbücher und kleine Fotoalben. „Ich mag Bücher, die wie Handschmeichler sind”, sagt Ottavio und streicht sanft über eines der Notizbücher, das in einer alten Kassette von Disneys „Basil, der große Mäusedetektiv” steckt. Nach ihrer Ausbildung zur Buchbindern studiert nun im fünften Semester an der Akademie für Handwerksdesign.

Viele Leute hätten alte Kassetten zuhause, die sie nicht mehr hören wollten oder könnten, so sei sie auf die Idee mit den Kassettenbüchern gekommen. „Manchmal hängt man ja auch an einer Lieblingskassette aus der Kindheit, die jetzt leiert.” Als Notizbuch kann Mäusedetektiv Basil dann noch einige Zeit ein treuer Begleiter in der Handtasche bleiben.
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