Südstraße verwandelt sich in einzigartige Party-Zone

Von: Gerd Simons
Letzte Aktualisierung:
10943922.jpg
Massenandrang: Nicht nur direkt vor der Bühne, sondern entlang der ganzen Südstraße feierten vornehmlich junge Menschen zu Live-Musik im 20. jahr des Festivals. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Rick Opgenoorth (Jakobshof) und Udo Mays (Hotel Europa) haben die Sonne im Herzen und offensichtlich auch einen guten Draht zu Petrus, der zum diesjährigen Südstraßenfestival viele Sonnenstunden und gute äußerliche Bedingungen beisteuerte.

Die beiden Macher hatten beim Straßenfest am vergangenen Wochenende in der Südstraße wieder ein hochkarätiges Programm gezaubert, das kaum Wünsche offen ließ. „Wir holen keinen große Namen, sondern achten darauf, dass unser Programm zur Straße und zum Publikum passt“, sagt Rick Opgenoorth.

Er und Mays setzten auf einen multikulturellen Mix aus dem alternativen Sektor zwischen Swing, Rap, Britpop, Klezmer, Jazz, Tango, Balkanbeats, Reggae, Elektro und Funk.

Mit Kind und Kegel

Die Feierwütigen der Stadt ließen sich nicht lange bitten, kamen an beiden Tagen mit Kind und Kegel in Scharen, tauchten ein in die bunte, tanzende und lachende Masse und saugten das Flair sowie das Ambiente der Straße in vollen Zügen auf. Mittendrin Rolf Held, der „Held“ und das Herz der kultigen Straße. Seit 1962 betreibt er dort seinen Tabak- und Schreibwarenladen – und beim Betreten der 66 Quadratmeter wähnt man sich in einer anderen Zeit.

„Hier hat sich seit über 50 Jahren nichts verändert, das Interieur ist gleich geblieben“, erklärt Held. Die Südstraße sei seine Heimat, hier habe er schon mehrere Generationen aufwachsen sehen, so der 71-Jährige. Es ist für ihn eine Ehrensache und eine Frage der Menschlichkeit und Nachbachschaftspflege, das Festival, das 1995 gestartet ist, zu unterstützen. So sitzt er weiterhin vor seinem kultigen Laden und lauscht den Klängen von der Bühne, die direkt neben seinem Geschäft aufgebaut ist.

Neben internationalen Gästen auf der Bühne, wie zum Beispiel Directors Cut, Analogue Birds und Dota, berücksichtigen Opgenoorth und Co. bei ihrem Programm auch Lokalkolorit. So stellten unter anderem die lokalen Helden von Hey Hey Songs ihrer im Oktober erscheinenden neuen CD „Shimmering“ vor.

Kultur in Ex-Metzgerei

Ins rechte Licht rücken konnte sich auch Leyla‘s Kulturladen, der künftig das kulturelle Leben in der Südstraße bereichern wird. In der Wurstküche der ehemaligen Metzgerei stellte Leyla Salah ihr neues Tages-Café vor und präsentierte Kleinkunst und handverlesene Musikschaffende wie Julita Elmas, die in der Tiefe des ehemaligen Handwerkbetriebes für viel Stimmung sorgen konnte.

Zu einem erfolgreichen Südstraßenfestival gehörte natürlich auch der Kinderflohmarkt am Sonntag auf dem Gelände des ehemaligen Werkkunsthofes. Dort traf man auch auf Naima, ein echtes Kind der Südstraße, die Songs ihrer nunmehr zweiten CD live vorstellte.

20 Jahre Südstraßenfestival – das ist eine große Erfolgsstory und diese möchten Rick Opgenoorth und Udo Mays mit den vielen Fans und Anwohnern in den nächsten Jahren weiter fortsetzen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert