Aachen - Suche nach Finanzierung für „Augen der Stadt” geht weiter

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Suche nach Finanzierung für „Augen der Stadt” geht weiter

Von: Regine Beyss
Letzte Aktualisierung:
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Sie haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Stellvertretend für alle Mitarbeiter des City-Service übergab Karl-Heinz Peter (links) 222 gesammelte Unterschriften an die Eilendorfer Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler (3.v.l.) und ihre Kollegen aus den Aachener Außenbezirken. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Sie sangen ein wahres Loblied. Die Bezirksbürgermeister der Aachener Außenbezirke ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Arbeit des City-Service schätzen.

Konkrete Lösungsvorschläge für deren aktuelle Situation gab es allerdings noch nicht. Die sieht zurzeit nicht gut aus: Zum 31. März werden die Stellen des City-Service vom Jobcenter der Städteregion gestrichen. Im Moment sind noch 22 Kräfte im Einsatz. Als Ein-Euro-Jobber sollten sie bisher in der Innenstadt und den Außenbezirken für Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit sorgen.

„Seitdem die Jungs da sind, läuft es vorbildlich”, sagte der Brander Bezirksbürgermeister Herbert Henn. „Allein ihre Präsenz bewirkt einiges.”

Erst in der jüngsten Bezirksvertretung hatten sich in Brand der Bürgerverein und die Interessengemeinschaft für den Erhalt der „Cities” ausgesprochen. Das scheint auch in anderen Bezirken Konsens zu sein.

„Wir haben keine Beamten des Ordnungsamtes mehr in den Außenbezirken”, erklärte Marlies Köhne, Bezirksbürgermeisterin von Richterich. „Die Zwei-Mann-Teams übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben und zeigen, dass sie arbeiten wollen.”

Elke Eschweiler, Bezirksbürgermeisterin von Eilendorf, fügte hinzu: „Sie wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben für die Sozialleistungen, die sie erhalten.”

Bei allem Lob stellt sich nun aber die Frage, wer die Kosten für die Patrouillen in Zukunft übernehmen soll. „Wir dürfen nicht so überrascht tun”, meinte Ferdinand Corsten, Bezirksbürgermeister von Haaren. „Wir wussten, dass diese Mittel gekürzt werden.” Er sieht keinen Spielraum für die Stadt, die Kosten zu übernehmen.

Vielmehr sei man auf bürgerschaftliches Engagement angewiesen. In Brand sieht Herbert Henn dafür gute Chancen. Trotzdem sagte er: „Ich sehe nicht ein, die Stadt vollkommen aus der Verantwortung zu entlassen.”

Um welche Kosten es gehe, wisse man noch nicht. Man müsse Kontakt mit dem Trägerverein, dem Sozialwerk Aachener Christen, aufnehmen, so Corsten. Dessen Geschäftsführerin, Dr. Simone Pfeifer-Bohnenkamp, hatte die Kosten zuvor allerdings schon ziemlich genau beziffert: „Eine Kraft kostet im Durchschnitt 160 Euro Mehraufwand pro Monat - inklusive Einkleidung und Diensthandy.”

Neben privaten Sponsoren sucht Elke Eschweiler gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Herbert Kuck nach weiteren Alternativen. „Vielleicht gibt es noch öffentliche Töpfe, die wir für den City-Service verwenden könnten”, so Eschweiler. „Oder wir können sie in ein anderes Projekt integrieren.”

Die Betroffenen haben indes die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Stellvertretend übergab Karl-Heinz Peter, der beim City-Service in Kornelimünster im Einsatz ist, 222 Unterschriften an die versammelten Bezirksbürgermeister. Letzte Woche hatten sie mit der Unterschriftenaktion begonnen. Und sie wird weitergehen. „Wir sind die Augen der Stadt”, sagte er. „Und wer nicht kämpft, hat bekanntlich schon verloren.”
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