Suche nach der Ordnung im Chaos

Von: Felicitas Geßner
Letzte Aktualisierung:
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Ordnung im Chaos: 170 Schüler der der Maria-Montessori-Gesamtschule haben an den Kulturwochen teilgenommen. In der Dreifaltigkeitskirche zeigten sie ihre Abschlusspräsentation. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Als inspirierender Raum zeigte sich die Dreifaltigkeitskirche – Ort für die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Kulturprojekts der Maria-Montessori-Gesamtschule. Im Vorfeld hatten sich die 170 Schüler des 9. Jahrgangs 14 Tage lang täglich mit insgesamt zwölf Künstlern in elf Workshops getroffen und das Thema der Kulturwochen „Ordnung im Chaos“ praktisch zu erforschen, zu gestalten, ins Bild zu bringen oder tänzerisch auszudrücken.

„Zum ersten Mal waren alle Workshops außerhalb der Schulräumlichkeiten. Wir trafen uns nur für kurze Absprachen zwischendurch“, erklärten Monika Nordhausen und Bärbel Koslowski, Organisatorinnen des „Schulprojekts ohne Schule“.

Neu war auch der Raum für die Abschlussveranstaltung: Organisiert von der Jungen Kirche Aachen, stellte sich die Dreifaltigkeitskirche als perfekter Veranstaltungsort vor. Ob tänzerische Vorführungen, die Bilder aus dem Workshop „Experimentelle Malerei“ und die vielen Fotos zum Thema „Im Auge des Betrachters“, ein ganzer Bereich mit Raummodellen „Skulpturaler Modellbau“ und kreativer Möbelbau, bis hin zu Klangimprovisationen der Schüler mit dem Thema „Maybe Music – mit deinen Worten“ – alle Einzelelemente präsentierten sich in einer geschlossenen Form zur Aussage „Es gibt eine Ordnung im Chaos“.

Klischees über Bord geworfen

Es gab Arbeiten zu den Themen Fotografien, Filme, Skulpturen, Modelle, Malerei und Tanzchoreografien zu sehen und zu hören. „Es war auf jeden Fall gut, mit den Kulturwochen aus der Schule herauszugehen. Die Schüler hatten so viele verschiedene für sie oft inspirierende Stätten, um kreativ zu arbeiten“, resümierte Sibylle Keuken, Leiterin der Bleiberger Fabrik, die fünf der Workshops veranstaltete und ein Drittel des Projekts finanzierte.

Begeistert von den Schülern des Workshops „Babel – Tanztheater“ zeigte sich deren Leiter Yorgos Theodoridis. „Die Schüler waren hochmotiviert, wollten auch nach fünf Stunden Workshop immer noch tanzen. Außerdem waren sie offen, auch viele Klischees zum Thema Tanzen schnell über Bord zu werfen“.

Das Ziel, einen Bezug zwischen Kunst, Kulturgeschichte und eigenem praktischen Tun mit dem Alltag der Schüler auf vielfältige Art herzustellen, wurde zudem durch die Expertise des Suermondt-Ludwig-Museums, des Internationalen Zeitungsmuseums und des Ludwig-Forums unterstützt.

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