Aachen - Stühlerücken lässt Kasse klingeln

Stühlerücken lässt Kasse klingeln

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
roratybild1
Alle Hände voll zu tun: Auktionator Dr. Jürgen Linden brachte die Designstücke der FH-Studenten im Ludwig-Forum unter den Hammer. Die Veranstaltung des Rotary-Clubs Aachen-Charlemagne brachte satte 16.700 Euro für Schulprojekte. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nun, es war dieses Mal keine Schnäppchenjagd. Im Ludwig Forum brauchte man neben einem dicken Geldbeutel vor allem eines: viel Geduld und einen starken Arm. Das lag aber weniger an langen Schlangen und Wartezeiten vor den zahlreichen Kunstwerken.

Nein, bei der großen Benefiz-Versteigerung des Rotary Clubs Aachen-Charlemagne in der Mulde des „LuFos” galt es in erster Linie abzuwarten, um dann im richtigen Moment per Handzeichen das „goldene Gebot” abzugeben. Und das konnte schonmal in die Tausender gehen.

Insgesamt 33 Kunstwerke im „Stuhl-Design”, die im Rahmen einer Projektarbeit an der Fachhochschule Aachen im Fachbereich Gestaltung für die große Rotary-Benefiza(u)ktion entworfen wurden, warteten auf ihre Versteigerung.

„Mit der Kooperation konnten wir den Studenten dieses Semesterprojekt ermöglichen, haben damit selber Kunstwerke für unsere Benfizauktion erhalten und können schließlich den Erlös für Aachener Grund- und Hauptschulen einsetzen”, nennt Rotary-Präsident Dr. Bernd Scheiff gleich drei Vorteile der Kooperation von FH und „Aachen-Charlemagne”. Mit den Spenden sollen vor allem kulturelle und naturwissenschaftliche Projekte gefördert werden.

Das Einstiegsgebot von 150 Euro wurde bei manchen Objekten verzehn- oder gar verzwanzigfacht - mindestens! Bei der Zwischensumme von 1000 Euro gab es zusätzlich Zwischenapplaus. Spektakuläre Bieterduelle zwischen einzelnen Kunstliebhabern begeisterten nicht nur den prominenten Auktionator Dr. Jürgen Linden.

Der ehemalige Oberbürgermeister genoss seine Rolle als oberster „Schatz-Wächter” sichtlich. „Endlich gilt mein Wort”, freute sich Linden und trieb die Bietenden immer wieder an. „Diese Werke sind doch noch viel mehr wert...”

Einer der fleißigen Bieter war Norbert Hermanns. Mit „Evanescence” und „Abgelegt” sicherte sich der Geschäftsmann gleich zwei der ersten fünf Designer-Stühle.

„Die können wir gut für unsere neuen Büroräume brauchen”, lachte er. Manch ein Student schlüpfte auch in die Rolle des Bietenden, nicht zuletzt, um den Preis für das eigene Werk hochzutreiben. Auch Taktik gehört eben zu einer Auktion.

Keine Frage, die Versteigerung mutierte schnell zur großen Schatzjagd, bei der manch ein Kunstliebhaber den Geldbeutel weit öffnen musste, um sich das Objekt seiner Begierde zu sichern. Gebote zwischen 2000 und 4000 Euro für manch besonders gelungenen Stuhl waren keine Seltenheit.

Linden jedenfalls hatte alle Hände voll zu tun, die Zahlen immer wieder nach oben zu korrigieren. Letztendlich kamen beim großen „Stühlerücken” stattliche 16700 Euro zusammen, was Bernd Scheiff natürlich besonders freute: „Wir hatten uns schon eine stolze Summe erhofft. Aber so viel...”

Es war eben diesmal alles andere als eine Schnäppchenjagd.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert