Studentenbude mit Liegewiese, Kiosk & Co.

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:
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Im Juni und Juli werden die letzten beiden Gebäudekomplexe fertiggestellt: Dann bietet die neue Studierendenwohnanlage „KaWo 3“ Platz für 344 Studenten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Vier winkelförmige Gebäude in rot-brauner Backsteinoptik, Laubengänge vor Türen und Fenstern, Innenhöfe zwischen den verschiedenen Gebäuden — nach fast zwei Jahren Bauzeit wurde die neue Studierendenwohnanlage „KaWo 3“ eingeweiht.

Im Februar und April dieses Jahres konnten bereits 150 Studenten in die neuen Wohnungen einziehen. Im Juni und Juli werden die letzten beiden Häuser des Gebäudekomplexes fertig gestellt, dann bietet die Wohnanlage Platz für insgesamt 344 Studierende in unterschiedlichen Wohnformen – Einzelapartments, Zweier- oder Dreier-WGs. Wenn „KaWo 3“ fertiggestellt ist, können zusammen mit den bereits bestehenden Wohnanlagen „KaWo 1“ und „KaWo 2“ 1200 Studierende dort Wohnraum ihr Eigen nennen.

Das „KaWo 3“ ist die 24. Wohnanlage des Studierendenwerks Aachen. Dennoch stehen noch 4000 Studenten auf den Wartelisten der Wohnheime.

Wohnraum für Studenten ist in Aachen nach wie vor ein großes Thema, vor allem bezahlbarer Wohnraum. Dem Studierendenwerk Aachen war es daher wichtig, mit der neuen Wohnanlage bezahlbaren Wohnraum in zentraler Lage mit einer guten Infrastruktur zu schaffen. Innerhalb von fast zwei Jahren — Baubeginn war im August 2015 — sind nun vier Gebäude entstanden, die mit den bereits bestehenden Wohnanlagen eine Art Stadtdorf bilden sollen. An der neuen Wohnanlage sollen noch Liegewiesen, ein Beachvolleyballfeld, ein Grillplatz und ein Kiosk entstehen, so dass die Bewohner auch ganz intensiv die Möglichkeit zur sozialen Begegnung haben.

„Das Projekt ist toll, weil das Prinzip verwirklicht wurde, nicht nur Wohnraum, sondern auch Heimat zu schaffen“, erklärte Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW. „Heimat ist für mich ein Ort der sozialen Geborgenheit, der sozialen Begegnung, wo ich in guter Nachbarschaft zu Hause bin.“

Das Bauprojekt wurde durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW mit 18,8 Millionen Euro gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 32 Millionen Euro. Gerade die Innenhöfe zwischen den Gebäuden sollen dem studentischen Leben vorbehalten sein, denn damit wollte das Architekturbüro „Puppendahl Architekten“ aus Olfen die Kommunikation und das Zusammensein der Studenten fördern.

Denn um in die Wohneinheiten zu gelangen, müssen diese Innenhöfe zuerst überquert werden, so dass ein Gefühl von Gemeinschaft entstehen kann. „So wollen wir der sozialen Isolation, zumindest mit den Mitteln, die die Architektur hat, entgegenwirken“, erklärte der Architekt Marius Puppendahl bei der Vorstellung.

Durch die Ausrichtung der Gebäude sind alle Wohnungen hell, die Eingänge befinden sich in Laubengängen. Die Wohnungen sind bis auf das Bett bereits möbliert und haben eine Küchenzeile, die sich im Eingangsbereich befindet, sowie ein eigenes Bad. Alle Wohnungen sind barrierefrei und werden gemeinsam mit den anderen beiden Wohnanlagen über ein Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt. Die Miete liegt bei 305 Euro für ein Einzelapartment und 300 Euro in den WGs – Nebenkosten inklusive.

Noch sind einige Baustellen zu sehen, aber Jochen Kühn, Abteilungsleiter Gebäudemanagement des Studierendenwerks Aachen, zeigte sich bereits begeistert: „Ich wünsche den Studenten, dass sie hier die schönste Zeit ihres Lebens verbringen werden.“

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