Studenten im Kampf gegen den Blutkrebs

Von: Katharina Redanz
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Organisieren die große Bluttestaktion am 14. Dezember im SuperC der RWTH am Templergraben und hoffen auf große Resonanz: Lena Mathar, Moritz Mumbeck, Charlotte Römer und Mushawar Ahmad von der studentischen Aktionsgruppe „Aias“. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Alle Studenten als potenzielle Stammzellenspender registriert – das ist die Vision von „Aias Aachen“: Eine gemeinnützige Initiative Aachener Studenten, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben haben.

Um ihrem Ziel einen Schritt näher zu kommen, organisiert das Team von rund zehn engagierten Studenten aller Fachrichtungen am 14. Dezember eine große Typisierungsaktion im SuperC – unter der Schirmherrschaft von Professor Udo Kontny, Stammzellspezialist am Uniklinikum. „Wir freuen uns sehr, dass Herr Kontny und weitere Professoren uns unterstützen“, so Aias-Mitglied Charlotte Römer.

Neben dieser Typisierungsaktion informiert Aias, benannt nach einem Helden der griechischen Mythologie, während des Semesters rund um das Thema Leukämie, Typisierung und die Stammzellspende auf verschiedenen Veranstaltungen und verteilt Infomaterial. „Im Grunde geht es uns darum, mit unserem Engagement die DKMS bei der Registrierung neuer potenzieller Spender zu unterstützen“, erklärt der Student Moritz Mumbeck.

Gerade das studentische Umfeld sei perfekt, um neue potenzielle Spender zu gewinnen: „Studenten sind in der Regel junge Menschen. Wenn sie sich jetzt als Spender registrieren, können sie für viele Jahren potenzieller Spender sein und möglicherweise Leben retten.“ So richtet sich auch die diesjährige Typisierungsaktion primär an Studenten, aber auch alle anderen Aachener sind willkommen. Als möglicher Spender kann sich jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 55 Jahren registrieren lassen.

Nach Aktionen 2012 und 2014 ist es nun das dritte von Studenten organisierte Registrierungsevent an der RWTH. Mit rund 2000 Menschen, die sich jeweils registrieren ließen, waren die letzten beiden Aktionen ein voller Erfolg – „aber wir hoffen, dass wir diese Zahlen in diesem Jahr noch übertreffen“, sagt der Student der Elektrotechnik Mushawar Ahmad.

Die Typisierung alleine dauere keine zehn Minuten, so das Aias-Team: Mit einem Wattestäbchen wird die innere Wangenschleimhaut abgestrichen, anschließend muss ein Kontaktformular ausgefüllt werden, um in die Datenbank aufgenommen werden zu können. Der Abstrich werde anschließend in einem Labor auf seine Gewebemerkmale untersucht, danach die Daten in die große Datenbank der DKMS eingetragen. Diese umfasst mittlerweile knapp sieben Millionen potenzielle Spender weltweit.

„Rund 18.000 davon sind Studenten, die im Rahmen von Aias-Typisierungsaktionen an 17 verschiedenen Unis in Deutschland erfasst worden sind“, sagt Lena Mathar stolz. Mit Moritz Mumbeck gründete sie vor zwei Jahren das Aachener Team, das dem bundesweiten studentischen Dachverband angehört.

Tatsächlich hätten zwei Aachener Studenten, die sich im Rahmen der letzten Aktionen an der RWTH typisieren ließen, auch schon „Leben gerettet“, wie es heißt: „Wir haben zwei Mitglieder, die zu uns gekommen sind, nachdem sie erfolgreich Stammzellen gespendet haben, und sich weiter im Kampf gegen den Blutkrebs engagieren möchten“, so Mathar.

Mitglieder aller Fachrichtungen, die sich ehrenamtlich betätigen möchten, würden immer noch gesucht, sagt sie – und ganz akut Helfer für die Typisierungsaktion im Dezember: „Wir brauchen Helfer, um die Leute einzuweisen und für den Auf- und Abbau – und Kuchenspenden.“ Vor allem aber werden Menschen gesucht, die sich für eine mögliche Stammzellspende registrieren lassen – damit die Vision der Aias-Mitglieder vielleicht einmal wahr wird.

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