Studenten geben sich die Kugel beim Weihnachtssingen

Von: Robert Esser
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Zum dritten Mal am Ball: Studierende der FH Aachen entwarfen mit Professor Christoph Scheller (2.v.r.) Plakate zum Event. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn sich dieses Team die Kugel gibt, sieht Aachen Rot. Was weder mit Alkohol, geschweige denn mit einem abgekarteten Platzverweis zu tun hat. Obwohl die Sache im Fußballstadion spielt: Studierende um Professor Christoph Scheller haben sich an der FH Aachen im Studiengang Kommunikationsdesign, Fachbereich Gestaltung, jetzt zum dritten Mal um die plakative Bewerbung des Aachener Weihnachtssingens am Sonntag, 20. Dezember (Einlass 16 Uhr, Vorprogramm 17 Uhr, Beginn 18 Uhr), gekümmert.

Nach 12.000 Besuchern im Vorjahr rechnet der Veranstalter – die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) – diesmal bei freiem Eintritt mit bis zu 18.000 Menschen.

Fußballmuster ist Hingucker

Zentraler Hingucker der Werbekampagne ist im Vorfeld die leuchtend rote Christbaumkugel, die im klassischen Fußballmuster vor vollen Rängen der Arena an der Krefelder Straße über den Rasen rollt. Verantwortlich für diese Motiv-Symbiose unter dem Motto „Alle Jahre wieder – singen Öcher Weihnachtslieder“ sind unter Schellers Leitung die angehenden Kommunikationsdesigner Hanniel Hu, Holger Schumacher, Hildegard Völker, Jennifer Pappert, Anne-Linda Ludwig, Julia Stricker und Alina Funk.

Über zwei Monate entwickelten sie, in enger Absprache mit dem „Kunden“ ACK, Motive und Kampagne – natürlich ehrenamtlich. „Wir sind mächtig stolz, dass wir nun im dritten Jahr zum Erfolg dieses Großereignisses beitragen können“, sagt Scheller. „Dabei ist Entwicklung von Slogans, Logos und Plakatmotiven für ein reales Ereignis natürlich eine einzigartige Chance und Erfahrung für die Studierenden“, erklärt der Werbe-Experte.

Denn mit der erfolgreichen Kampagne in Druckmedien, im Internet und sogar im Kino kassieren die Studierenden nicht nur jeweils 20 Punkte für ihren Bachelor-Abschluss. „Wir haben einen Kinospot gedreht, bespielen auch Kanäle auf Youtube, Facebook und via Instagram“, erläutert Völker. Schumacher betont, dass „die Zusammenarbeit mit realen Partnern auf Kundenseite entscheidende Einblicke in reale Arbeitsabläufe ermöglicht hat“.

Wie viele E-Mails, Telefonate und Abstimmungsgespräche vor der Entscheidung für das nun vorliegende Ergebnis in Form von Plakat und Co. nötig waren, überraschte die angehenden Akademiker. „Zuerst hat jeder alleine Ideen entwickelt, die dann in mehrere Entwürfe geflossen sind. Bis zur Endauswahl war es ein langer Weg“, sagt Pappert.

Ludwig fügt hinzu: „Dabei mussten wir auch lernen, dass die Ideen, die wir persönlich für die besten hielten, nicht unbedingt auch für unseren Kunden und die große Masse geeignet waren.“ Stricker: „Wir konnten gleichzeitig üben, andere für unsere Ideen zu begeistern – auch das gehört zum Gestalterleben.“

Scheller hofft, dass seine Studenten künftig für weitere Kampagnen – egal für welches Event – angefragt werden. Und er hofft auf ein volles Haus am 20. Dezember. Privatleute und Firmen können noch Logen mieten – und diese übrigens auch an sozial schwächere Menschen verschenken. Infos gibt es auf www.weihnachtssingen-ac.de. Damit die rote Kugel für alle eine runde Sache wird.

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