Street-Food-Soccer-Festival: Fußball und Currywurst mal ganz anders

Von: Marie Eckert
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Stellten das „1. Street Festival Aachen“ vor dem SuperC vor: Lars Wehrmann (Anstoß), Thomas Gronen, Norbert Hermanns (Präsident Rotary), Carsten Lange, Dezernentin Susanne Schwier und Harald Schmidt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. In den meisten größeren deutschen Städten gibt es sie schon: die Street-Food-Festivals. Dies ist der Ort, an dem Hobbyköche und Gastronomen zusammenkommen und in Zelten, an Ständen und Foodtrucks kochen, was das Zeug hält – ob Suppen aus Asien oder Teigtaschen aus Venezuela, die Besucher gehen auf eine kulinarische Reise um die Welt.

Street-Food-Festivals sind die Alternative zu Fast-Food-Ständen mit Currywurst und Fritten. Auch in Aachen gibt es von Freitag, 12. Juni, bis Sonntag, 14. Juni, zum ersten Mal ein Street-Festival mit kulinarischem Genuss auf der Straße – und noch mehr! „Street Food plus“ heißt das neue Konzept und soll eine jährliche Veranstaltung vor dem RWTH-Hauptgebäude und dem SuperC werden. „Die Idee ist, dass die Veranstaltung neben dem Street-Food jedes Jahr ein wechselndes Thema hat, dafür steht das ‚Plus‘ im Namen“, erklärte Norbert Hermanns, Präsident des Rotary Club Aachen. Der Rotary Club Aachen war es auch, der das erste Aachener Street-Festival als Benefizveranstaltung zugunsten minderjähriger Flüchtlingskinder ins Leben gerufen hat.

Das „Plus“ im Namen des Konzepts kann also für vieles stehen, in diesem Jahr für Straßenfußball, „Street Soccer“. Dazu gibt es wiederum drei verschiedene Veranstaltungen: Die Deutsche Straßenfußballmeisterschaft der Wohnungslosen, ein Firmenturnier und das „Turnier der Vielfalt“. Am Freitag und Samstag findet von 9 bis 17 Uhr die Deutsche Meisterschaft statt und von 17 bis 21 Uhr das Firmenturnier. Am Sonntag spielen bis 13 Uhr die Teilnehmer des „Turniers der Vielfalt“. Die Deutsche Meisterschaft der Obdachlosen jährt sich in diesem Jahr zum zehnten Mal, in vielen verschiedenen deutschen Städten hat sie schon stattgefunden, nun das erste Mal in Aachen. Veranstalter ist der Verein „Anstoß! Bundesvereinigung für Soziale Integration durch Sport“ mit dem ersten Vorsitzenden Lars Wehrmann.

Er war es, der die Meisterschaft 2006 als Projekt innerhalb seines Studiums ins Leben gerufen hat. Auf einem 16 mal 22 Meter großen Platz spielen acht Menschen Fußball, die wohnungslos sind oder es waren, vom Straßenzeitungsverkauf leben oder sich um Asyl beworben haben und weder eine Arbeitsberechtigung noch einen geklärten Status haben. Die Mannschaften finden sich meistens in Hilfseinrichtungen zusammen oder in Einrichtungen, die sowieso ein Sportprogramm haben; bis zu 24 Mannschaften aus ganz Deutschland können an der Meisterschaft teilnehmen. Die Teams spielen aber nicht nur um den Meistertitel, die Sportler können sich auch für die Nationalmannschaft beim „Homeless World Cup“, einer internationalen Veranstaltung, qualifizieren. „Um in der Nationalmannschaft spielen zu können, ist die Leistung nicht das Wichtigste, viel mehr zählt, ob es der jeweiligen Person persönlich helfen und ob es sie weiterbringen würde, bei diesem Turnier zu spielen“, betonte Wehrmann.

Beim Street-Soccer-Firmenturnier treten zwei Teams von mindestens drei Feldspielern und einem Torwart gegeneinander an, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen wird um den Firmenpokal 2015 gekickt. Beim „Turnier der Vielfalt“ liegt der Fokus, wie der Name schon vermuten lässt, auf der Vielfältigkeit Aachens, denn es gibt nicht nur viele Fußballvereine, sondern noch viel mehr Jugendgruppen, die sich in Jugendtreffs oder in ihrem Stadtviertel zum Fußballspielen treffen.

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