Straßenmusiker-Wettbewerb: Schlagsaiten-Quantett kann Titel holen

Von: Gerd Simons
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Virtuose Handarbeit: Das Schla
Virtuose Handarbeit: Das Schlagsaiten-Quantett mit Guido Breidt (Percussion), Georg „Schorscho” Palm, Holger Remmel (beide Akustik-Gitarre) und Hajo Geusen (Akustikbass) bietet mitreißende Konzerte - hier beim „Aachen September Special”. Foto: Gerd Simons

Aachen. Das Aachener Schlagsaiten-Quantett hat sich gemausert. Aus dem ehemaligen Insider-Tipp der Aachener Musikszene ist eine ernstzunehmende Truppe mit ständig wachsender Anhängerschaft geworden.

Dem lustigen und virtuosen Vierer, bestehend aus Georg „Schorscho” Palm (Akustikgitarre), Hajo Geusen (Akustikbass), Guido Breidt (Percussion) und Holger Remmel (Akustikgitarre), der seine musikalischen Wurzeln in der hiesigen Heavy-Metal-Szene hat, ist es in Aachen zu eng geworden. So folgt man den immer lauter werdenden Lockrufen auswärtiger Veranstalter und begeistert auch außerhalb der Aachener Stadtgrenzen mit virtuosem Spiel auf akustischen Instrumenten.

„Wir sind Musiker und Metaller durch und durch und wollten mal etwas anderes ausprobieren”, so die kurze und knackige Antwort von Schorscho Palm, der heute mit Vorliebe die Akustische auspackt. „Elektrische Musik ist meist mit einer riesigen Materialschlacht in Form von Verstärkern und Lautsprecherboxen verbunden. Das haben wir alles gehabt und auch gerne gemacht. Jetzt genießen wir die Möglichkeit, mit ganz kleinem Aufwand überall da spielen zu können, wo es bisher aufgrund der Lautstärke, die wir produzierten, nicht möglich war”, so Palm weiter.

Das Schlagsaiten-Quantett spielt instrumentale, akustische Musik im Spannungsfeld zwischen Gypsy-Swing, Latin-Pop und Rockmusik. Die vier in der Region Aachen beheimateten Musiker sind beeinflusst durch Django Reinhardt - Spuren von Santana, den Beatles und Metallica sind aber nicht zu überhören. Gegründet wurde das Schlagsaiten-Quantett, damals noch mit Henk Enjo (Cajun), im Jahr 2008. Nach unzähligen Kneipenkonzerten wurde im vergangenen Jahr die Debüt-CD „Schlagsaiten-Quantett” veröffentlicht, und plötzlich ging es ab wie eine Rakete.

„Unsere Release-Party war fast ausverkauft, und tolle Konzerte folgten”, blickt Schorscho Palm zurück. „Während der Sommerferien haben wir eine Italien-Tour gemacht und sind da megamäßig gut angekommen. Unterstützt wurden wir dabei vom ?Langen Meikel Mike Freyaldenhoven, der mit uns gespielt hat. Vor Ort wurden wir dann spontan zum ?Lago-Rock-Festival in San Lorenzo eingeladen und haben die Menschen dort mit unserer Gypsylatinswingjazzakustikmusik begeistern können.”

Die Musiker des Schlagsaiten-Quantetts werden auch weiterhin auf Gesang verzichten. Sie haben eine Nische gefunden, die sie ausbauen und in der sie sich nach Herzenslust musikalisch weiter austoben können. So werden sie ihre Kunst auch weiterhin auf kleinen Bühnen, wie in Kneipen und bei Kleinkunstveranstaltungen, und auf großen Bühnen, wie beim „Aachen September Special”, zum Besten geben. Und für den Jahreswechsel 2012/2013 kündigen die vier lokalen Helden die Veröffentlichung ihrer zweiten CD an.

Zurzeit schreibt das Schlagsaiten-Quantett an einem weiteren Kapitel ihrer Band-Geschichte. Bei dem Wettbewerb der WDR-Fernseh-Sendung „Daheim und unterwegs” haben es Schorscho, Hajo, Guido und Holger in die Riege der zehn besten Straßenmusiker in Nordrhein-Westfalen geschafft und können sich den Titel der „NRW-Straßenmusiker 2012” holen. Am Mittwoch werden sie im WDR-Fernsehen in der Sendung „Daheim und unterwegs” zwischen 16.15 Uhr und 18 Uhr vorgestellt.

Ebenfalls in den Top 10 vertreten ist das Aachener Duo „Swantje und Carlos”. Sendetermin: 30. Oktober, 16.15 Uhr bis 18 Uhr.
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