Aachen - Straßenbeleuchtung: Kritik an neuen LED-Lampen

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Straßenbeleuchtung: Kritik an neuen LED-Lampen

Von: Marie Eckert
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Aachen. In fast allen Punkten war sich die Bezirksvertretung Aachen-Mitte einig. Informiert wurden die Bezirksvertreter über den Sachstand beim Ausbau des ehemaligen Straßenbahndepots in der Talstraße.

Seit rund sechs Jahren dauert die Sanierung an, in diesem Jahr traten verschiedene Probleme auf. Die zusätzlichen Kosten durch Verzögerungen betragen rund 1,94 Millionen Euro, wobei 80 Prozent der Summe durch das Land gefördert werden. Im Oktober 2016 ist die Fertigstellung des Gebäudes geplant, bis dahin stehen unter anderem die Personalfindung, die Gestaltung des Außengeländes und das Gastronomiekonzept auf der Agenda. Auch die Mietverhandlungen sind ein Thema, wobei sich zwölf verschiedene Nutzer die Fläche teilen würden.

Die Beschlüsse verabschiedete die Bezirksvertretung einstimmig. So beantragte die Fraktion der Grünen, zeitnah mit den Planungen zur Verlagerung der Haltestellen vom Bushof zu beginnen. Sie sollen in den Straßenraum, genauer auf die Kreuzung Peterstraße-Blondelstraße-Kurhausstraße, verlegt werden, damit der Bushof besser integriert werden kann. Außerdem wurde beschlossen, die Einrichtung neuer oder die Ausweitung bestehender Parkzonen zu prüfen. Konkret ging es um einen Bürgerantrag, eine Bewohnerparkzone im Knöpgerweg einzurichten.

Viel diskutiert war zuletzt auch das Thema Straßenbeleuchtung in Aachen. Vor allem ging es dabei um die LED-Lichter in den Straßenlaternen, die ein helleres, vielleicht ungemütlicheres, Licht abgeben – zumindest empfinden das viele Kritiker so. „Wir in Deutschland sind auf warmes Licht sozialisiert“, merkte Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt zu Beginn der Diskussion als Denkanstoß an. Im vergangenen Jahr hatte die Stawag geprüft, wo gespart werden kann und daher die Umrüstung auf weiße LEDs empfohlen – gelbe, wärmere LEDs sind in der Anschaffung teurer und werden daher nur an Fußgängerüberwegen eingebaut.

Damit sollen diese leichter von angrenzenden Verkehrsanlagen abzugrenzen sein – in den Fraktionen stieß dies teilweise auf Unverständnis, da eine Abgrenzung bei genau umgekehrtem Fall, also gelber Straßenbeleuchtung und weißen LEDs an Zebrastreifen, einfacher erschien. Ein weiterer Kritikpunkt, den unter anderem Lasse Klopstein von der Linken ansprach, war die Tatsache, dass die Stadt Aachen und die Stawag sich bereits für die weißen LEDs entschieden hätten.

Um zukünftig Kosten sparen zu können, wurde an der Bushaltestelle Grüne Eiche eine Solaranlage installiert. Das Besondere: Die Bedingungen an dieser Stelle sind in Aachen die weitaus schlechtesten. So soll ermittelt werden, ob sich die Kosten für die Solaranlage – selbst unter diesen Bedingungen – rechnen würden.

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