Straßenbahndepot wird zu Stadtteilzentrum

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Gibt noch ein trauriges Bild ab: Aus dem ehemaligen Straßenbahndepot an der Talstraße soll ein Stadtteilzentrum werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das Land NRW und die Stadt Aachen fördern den Stadtteil Aachen-Nord im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt”. Damit soll der Stadtteil sozial, ökonomisch, städtebaulich und kulturell stabilisiert werden.

Ein zentrales Vorhaben ist dabei die Umnutzung des ehemaligen Straßenbahndepots in der Talstraße. Hier soll ein neues Stadtteilzentrum entstehen, in dem Einrichtungen aus dem sozialen Bereich mit Akteuren aus dem kreativen und kulturellen Milieu unter einem Dach zusammenkommen.

Das Aachener Architekturbüro PBS wird das Vorhaben umsetzen. Es ist spezialisiert auf innovative Raumlösungen und anspruchsvolle Nutzungskonzepte in Baudenkmälern, Kindergärten und Kulturzentren. Das Büro hatte sich in einem aufwändigen europaweiten Auswahlverfahren gegen 30 Bewerber mit seinen Entwürfen durchgesetzt.

Neu in diesem Auswahlverfahren war der Einsatz eines Gremiums, dem Politik, Verwaltung, Mitglieder der Lenkungsgruppe Aachen-Nord sowie engagierte Bürger dieses Stadtteils angehörten. Die Auswahl basierte auf einem im Vorfeld vom Aachener Architekturbüro Hausmann gemeinsam mit den potenziellen Nutzern entwickelten Raum- und Nutzungskonzept.

Bei dieser Konzeptentwicklung ging es zunächst um die Berücksichtigung von Interessen aktueller und potenzieller Nutzer und Mieter des Depotgebäudes, darunter die Jugendeinrichtung Talstraße, das Atelierhaus, die Fachhochschule und einige Designer. In den Prozess waren ebenfalls die Schulen im Viertel, die Stadtteilbibliothek und Anwohner des Stadtteils Nord eingebunden.

Das Architekturbüro PBS wird nun die Entwurfsplanung und Kostenermittlung für die Entwicklung des ehemaligen Straßenbahndepots vornehmen und darstellen, wie das Gebäude nachher von innen und von außen gestaltet sein wird.

Welche Verbindungen gibt es zwischen dem Gebäude und dem angrenzenden Park? Wie gestalten sich die geplanten Veranstaltungs- und Multifunktionsflächen? Wo befindet sich die Gastronomie? Diese und weitere Fragen werden unter enger Beteiligung der potenziellen Nutzergruppen beantwortet, allerdings in einem ziemlich engen Zeitplan. Denn zum Sommerende 2012 müssen die Unterlagen dem Fördermittelgeber vorliegen.

In den weiteren Schritt geht es dann - ebenfalls in enger Beteiligung der Nutzergruppen und Stadtteilakteure - um die Entwicklung eines inhaltlichen Konzeptes für das „Depot”. Was genau soll dort stattfinden, welche Art von Veranstaltungen und Angeboten sollen dazu beitragen, das Haus mit Leben zu füllen und wie kann das Depots in den Stadtteil ausstrahlen?

Das neue Stadtteilzentrum werden folgende Gruppen und Einrichtungen nach heutigen Stand nutzen: das Atelierhaus Aachen, der Deutscher Kinderschutzbund Aachen, die Designmetropole Aachen, Dreieck.triangle.driehoek - Förderverein Kulturschaffender Frauen, die Fachbereiche Gestaltung sowie Maschinenbau und Mechatronik der Fachhochschule Aachen, die katholische Kirchengemeinde Christus unser Bruder, die Jugendberufshilfe, die Kita Spielwiese, das Projekt Low Tec der Bleiberger Fabrik, die offene Tür Talstraße (OT), die Stadtteilbibliothek, das Stadtteilbüro sowie die Theater Jurakowa-Projekt (Puppentheater), Tanztheater Petra Lahn, Theater 99 - Aachener Theater- und Kulturinitiative und „Theaterausbruch”.
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