Stolberger Straße: Siedlung mit Modellcharakter

Von: Peter Schopp
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Spatenstich an der Stolberger Straße: Für das neue Wohnprojekt legten (von links) Ulrich Warner (Gewoge), Manfred Kuckelkorn (Aufsichtsrat), OB Marcel Philipp, Thomas Hübner (Gewoge), Rainer Janssen (Ministerium), die Architekten Reinhard Gerlach und Gunnar Ramsfjell und Isabel Offermanns (Gewoge) Hand an. Dort entstehen 77 neue Wohnungen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Aber OB Marcel Philipp war nicht zum Schattenwerfen, sondern vielmehr zum Sandwerfen an die Stolberger Straße gekommen. „Wir sind sehr erleichtert und froh darüber, den symbolischen ersten Spatenstich an dieser Stelle vollziehen zu können“, blickt er zurück auf die lange Planungsphase des Projektes.

Auf dem Gelände neben dem Geschwister-Scholl-Gymnasium entsteht in den nächsten Monaten ein mutiges und für das Viertel wichtiges Projekt. „Viele Hürden mussten in der Vergangenheit bewältigt werden, neue Ideen eingebracht und das Ganze auch noch wirtschaftlich vernünftig dargestellt werden“, erinnerte Philipp.

Stolz präsentierten die Verantwortlichen dann auch das Ergebnis der jahrelangen Planungsarbeit. Verschiedene Wohnangebote für unterschiedliche Haushaltsgrößen und Nutzergruppen werden räumlich zusammengeführt und sollen mithelfen, das Viertel nachhaltig zu entwickeln.

44 von 77 Wohneinheiten sind öffentlich gefördert und stehen somit der Einkommensgruppe A zur Verfügung. „In Zeiten großer Knappheit an bezahlbarem Wohnraum ein großer Schritt in die richtige Richtung“, so Rainer Janssen vom NRW-Bauministerium. Zum Bau dieser Wohnungen gibt es eine 80-prozentige Förderung des Landes NRW, die nur sehr selten gewährt wird.

Ein besonderes Angebot ist eine Gruppenwohnung, die fünf rollstuhlgerechte Wohnungen beinhaltet, jeweils ausgestattet mit eigenem Bad und Küchenzeile. Im Erdgeschoss der Anlage werden drei Ladenlokale für gewerbliche Nutzung zur Verfügung stehen. Zusätzlich ist eine Sozialstation vorgesehen, die auf Wunsch Hilfe und Pflege vor Ort anbietet.

Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 50 und 115 Quadratmetern, alle Einheiten sind barrierefrei, teilweise rollstuhlgerecht, per Aufzug erreichbar und verfügen über eine Loggia beziehungsweise Terrasse mit Gartenanteil. Parken können die Bewohner in der hauseigenen Tiefgarage mit 72 Stellplätzen.

Herzstück der Wohnanlage ist der grüne Innenhof, der den Bewohnern und Nachbarn als Treffpunkt und Rückzugsort dienen soll. Ein Kleinkinderspielplatz, ein Bolzplatz sowie eine großzügige Terrasse, die an den Gemeinschaftsraum grenzt, laden zum Miteinander ein.

Spannend findet Thomas Hübner, Vorstand der Gewoge Aachen, das Vorhaben auch aus einem anderen Grund: „Für uns wird es interessant sein, zu sehen, wie unsere Idee des generationsübergreifenden Wohnens angenommen wird und funktioniert.“ Die Vernetzung der Anlage mit dem vorhandenen Umfeld liege der Gewoge sehr am Herzen, damit man keinen Fremdkörper ins Viertel setze, sondern von Anfang an integriert sei.

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