Stockpuppenkabarett feiert „Pech und Schwefel“

Von: jgr
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Halten zusammen wie "Pech und Schwefel": In der sechsten Auflage des Kabarettprogramm hat sich das Team einige Neuheiten einfallen lassen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nicht jeder, der mit Leib und Seele Öcher ist, spricht auch Platt. Mit der Premiere der 6. Auflage des Programms „Pech und Schwefel“ kommt das Schängche allen entgegen, die nicht so firm in der Mundart sind.

„Um auch diejenigen miteinzubeziehen, die Öcher Platt nicht verstehen, aber dennoch einen Sinn für den besonderen Aachener Humor haben, haben wir uns in diesem Jahr erstmalig dafür entschieden unser Stück auf Hochdeutsch zu spielen“, so Wendelin Haverkamp, der für Text und Regie verantwortlich zeichnet.

Bei „Pech und Schwefel“ trifft Kabarett auf Schängche, werden Stockpuppen durch Puppenspieler und Sprecher lebendig. Die Themen sind meist ebenso aktuell wie brisant und entstammen meist der kommunalen Politik. So werden beispielsweise die Mitarbeiter des Stadtbetriebes durch Szenen, in denen sie „Blaustein verhökern„ oder „Kompost wegfahren“ karikiert.

Auch die „Rue Antoine“, in der sich Investor K. mit einer gewissen Ludmilla trifft, dürfte jedem Öcher ein Begriff sein. Ein weiteres Highlight ist die geänderte Version der Aachener Hymne „urbs aquensis“, die von Puppenspielern und Publikum gemeinsam gesungen werden darf.

„In diesem Jahr gibt es außerdem zum ersten Mal eine Trennung von Puppenspielern und Sprechern“, erklärt Sprecherin Gitta Haller. So trainieren fünf Puppenspieler und vier Sprecher bereits seit einiger Zeit fleißig ihre Synchronität, die beim Puppenspielen maßgeblich ist.

„Wir haben uns für diese Trennung entschieden, weil der Text sehr schnell ist und, weil so sowohl den Sprechern als auch den Spielern mehr Freiheit eingeräumt wird“, sagt Haverkamp. Auch Musikliebhaber kommen bei „Pech und Schwefel“ auf ihre Kosten.

Während Dieter Kaspari und Franz Brandt das Puppenspiel mit klassischer Bluesmusik begleiten, sorgt Freddy Matulla, unter Rückgriff auf exotische Föhn- oder Kühlschrankgeräusche, für die passende „Atmo“.

Haverkamp resümiert: „Auch wenn in dem ein oder anderen Liedtext ein paar ‚Knubbele’ Öcher Platt zu finden sind, werden diese gleich mit Hilfe der Puppen erklärt. Jeder gefühlte und tatsächliche Öcher sei herzlich willkommen sich das Stück, in das die Ensemblemitglieder Jahr für Jahr viel Herzblut und einen Großteil ihrer Freizeit investieren, anzusehen.

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