Stockpuppen-Kabarett „Pech und Schwefel“ bläst zur nächsten Attacke

Von: Matthias Hinrichs
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Sie bringen – natürlich auf ihre Weise – sogar die Knochen zum Sprechen, wenn die achte Staffel von „Pech & Schwefel“ in der Barockfabrik steigt: Hubert Crott, Resi Schumacher, Wendelin Haverkamp, Albert Henrotte, Dr. Karl Allgaier vom Förderkreis des Öcher Schängche und Musiker Dieter Kaspari (v.l.). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Selbstverständlich wird der OB persönlich im Rampenlicht stehen, nicht zuletzt in Gesellschaft eines führenden Polit-Piloten aus dem berüchtigten Raumschiff namens Landtag.

Die berühmte Öcher Immobilien-Ikone Caroline R. gibt sich, logisch, ebenso die Ehre bei der großen Premiere am 28. Oktober: jenem Mega-Event, dem beileibe nicht nur die lokale Geschäftswelt seit Jahr und Tag entgegenfiebert. Sogar Gourmet-Guru „Calli“ Calmund will sich angesichts des historischen Datums die eine oder andere (ge-)wichtige Ansprache auf der Zunge zergehen lassen, hört man.

Jünter und Helmut vom „Statt-Betrieb“ garantieren nicht erst hinterher für aufgeräumte Stimmung. Selbst Höllenchef Mephisto hat wieder seinen Klumpfuß im Spiel. Dabei wird mit diesem Happening durchaus kein Kathedralen-Neubau gefeiert. Nicht mal ein Kaufhaus am Kaiserplatz.

Denn das ist eine andere Geschichte – auch wenn die fatale Terminkollision mit dem Festäng zur Einweihung des Aquis Plaza an jenem Mittwoch, 28. Oktober, wohl nicht von ungefähr kommt . . .

Sensationen und Skandälchen

Gutes Timing ist eben die halbe Miete, damit auch die schillernden Protagonisten jüngster Sensationen und Skandälchen aus dem Westzipfel heftig aufeinanderprallen. Nicht an der unteren Adalbertstraße, sondern in der Barockfabrik am Löhergraben, versteht sich.

Will sagen: „Pech und Schwefel“, das „weltweit einzigartige Aachener Stockpuppenkabarett“, holt wieder mächtig aus zur turbulent-tiefschürfenden Attacke rund um brandaktuelle Öcher Be- und Empfindlichkeiten.

Das bewährte, weil stets mit blitzenden satirischen Spitzen bewehrte, Team stapft auch bei der achten Auflage des kabarettistischen Rendezvous‘ mit Schängchen und Co. genüsslich durch die Fettnäpfe, verspricht „Chefautor“ Wendelin Haverkamp. Zumal zwei heimliche Szene-Stars das Ensemble der (nicht wirklich) hölzernen Helden neu aufmischen.

„Mit dem geheimnisvollen Politiker ,El Aschet‘ und dem sattsam bekannten Gourmet-Botschafter ,Calli‘ haben wir zwei prominente Köpfe hinzugewonnen, die erneut in den Werkstätten von Ruth Schmidt und Burga Becker aus der Taufe gehoben worden sind“, verrät Haverkamp.

Die Damen haben beim Theater Aachen bereits Generationen von Schauspielern aus Fleisch und Blut kongenial ausgestattet. In verdeckter Mission fahndet besagter El Aschet (Ähnlichkeiten mit lebenden CDU-Landeschefs weder zufällig noch vermeidbar) nämlich noch immer nach verschollenen Klausuren aus seinem jüngsten Europa-Seminar an der TH.

Und konspiriert an der roten Laterne der „Rue Antoine“ unter anderem mit Doppelagentin Ludmilla vom gefürchteten Auslandsgeheimdienst der Öcher Penn, kurz AGÖP. Der pfiffige Pfundskerl Calli gibt sein Debüt hingegen lieber auf peinlichst poliertem Promi-Parkett namens CHIO.

Dumm nur, dass der feiste frühere Fußballfunktionär sich beim Heimspiel der schwer gebeutelten Alemannia wähnt – und die nächsten fatalen Missverständnisse mit VIP-Impresario Dr. Wühlbecker nicht auf sich warten lassen . . .

Endlich: OB fordert Atempause

Jünter und Helmut, das wackere Saubermännergespann vom „Statt-Betrieb“, sind derweil auserkoren, einen revolutionären Luftreinhalteplan ersten Praxistests zu unterziehen. Ziel: kollektive Atempausen für alle Kollegen der Stadtverwaltung, und zwar im Wortsinn, zwecks ökologisch korrekter Reduzierung der CO-Emissionen, versteht sich.

Das (fast) heilige Pärchen Maria und Gosef sinniert unterdessen bereits übers Öcher Leben nach dem Tod – während der imaginäre IC 4243 von Aachen Hbf auf dem Weg Richtung Köln längst irgendwo ganz anders jenseits des Talkessels gestrandet ist, nur mal wieder nicht am Rhein . . .

Aber genug gequasselt. Schließlich gehen die „Pech und Schwefel“-Künstler dieser Tage erst in die heiße Probephase für (mindestens) elf Aufführungen der subversiven Stockpuppen-Stafette (siehe Info). Und dabei, versprechen Haverkamp und Co., sollen nicht nur eingefleischte Öcher auf ihre Kosten kommen.

„Wir spielen, sprechen und musizieren alles live – und natürlich wieder auf Hochdeutsch, aber natürlich mit ein paar Platt-Knubbelen.“

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