Stimmung bei Alemannia-Fans ist tiefgefroren

Von: Hans-Peter Leisten
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Aachen. Manch einem Alemannia-Fan ist die Lust auf eine Auswärtsfahrt nach der Partie bei St. Pauli vergangen.

Und das liegt (nicht nur) an der eher unnötigen Niederlage bei den Hansestädtern mit 0:1. Die Stimmung bei etlichen Anhängern ist ordentlich unterkühlt, denn im Stadion herrschten nicht nur gefühlte Temperaturen von minus 30 Grad. Auch die Busfahrt trug nicht gerade zur Erwärmung bei: „Schon auf der Hinfahrt ist die Heizung nach relativ kurzer Zeit ausgefallen”, beklagt nicht nur Uwe Kreitz. Mehrere St. Pauli-Geschädigte haben sich gestern bei der AZ gemeldet. Kreitz hat durchgehalten, auch die Rückfahrt. Und liegt heute erkältet im Bett.

Das bedauert der Inhaber des Busunternehmens, Markus Wolgarten, natürlich. Nach seiner Beschreibung handelt es sich aber nicht um ein Verschulden des Unternehmens: „Die Heizung am betroffenen Fahrzeug war in der vergangenen Woche defekt. Der Wagen war natürlich in der Werkstatt, wo eine komplett neue Heizung eingebaut wurde. Und man hat uns Freitagnachmittag versichert, dass alles funktioniere.”

Einmal unterwegs, sei man relativ machtlos gewesen, habe in Hamburg eine Werkstatt aufgesucht, dort aber erfahren, dass der Schaden auf die Schnelle nicht zu reparieren sei. Auch der Busfahrer konnte seinen Job nur mit Mütze und Handschuhen zu Ende bringen.

„Frischluft” nicht abschaltbar

Noch auf der Hinfahrt wurden per Polizei für die 49 Businsassen Decken für die Rückfahrt geordert und im Norden vom THW verteilt. Allerdings haben nur etwa 30 Mitfahrer auf die Wärmespender zurückgegriffen. Auch bei der IG der Alemannia Fans und Fanklubs meldeten sich unterkühlte Stimmen. Dort berichtete man davon, dass nicht nur die Heizung ausgefallen sei, sondern von außen „Frischluftzufuhr” nicht abzuschalten gewesen sei.

Uwe Kreitz weiß von etlichen Leidensgenossen, die nach dem Spiel ebenfalls ordentlich verschnupft sind. Er ist Mitglied des Fanklubs „Aachener Diabolos”, sucht aber bei den nächsten Auswärtsfahrten erstmal die Defensive. „Ich habe nicht zum ersten Mal Probleme bei einer Auswärtsfahrt miterlebt.” Und Busunternehmer Wolgarten vertraut demnächst stärker auf die „Taktik Probefahrt”.

Die Alemannia bedauert unterdessen die „Unannehmlichkeiten, die durch den Ausfall der Heizung entstanden sind”, und reagiert mit einer teilweisen Zurückzahlung.

Hälfte des Fahrpreises wird erstattet

Alle Mitfahrer erhalten 50 Prozent des Fahrpreises, also 25 Euro, zurück. Die Auszahlung erfolgt beim Heimspiel gegen Kaiserslautern am kommenden Montag, 1. Februar, am Fantreff unter dem Bitburger Wall beim Fanbeauftragten Robert Jacobs.

Wer am Montag nicht zum Fantreff kommen kann, erhält sein Geld ab Dienstag, 2. Februar, im Alemannia-Shop im Tivoli zurück.
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