Aachen - Steuerruder erst regional herumreißen

Steuerruder erst regional herumreißen

Von: Hans-Peter Leisten
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Süße Wünsche für 2009: Kreishandwerksmeister Hans Winnen überreichte Dr. Jürgen Linden den obligatorischen Kuchen, Bezirksschornsteinfegermeister Hans Hansen (links), Azubi Sebastian Pohl, Winnens Vertreter Herbert May (rechts) und Ludwig Foß (Geschäftsführer HWK) gratulierten dazu. Foto: Wolfgang Plitzner

Aachen. Die Zahlen sprechen für sich und gleichzeitig für die Bedeutung des örtlichen Handwerks: In Stadt und Kreis Aachen erwirtschaften 5500 Handwerksbetriebe mit über 45.000 Mitarbeitern und 4000 Lehrlingen einen Umsatz von 3,7 Millionen Euro.

Fakten, die Kreishandwerksmeister Hans Winnen beim Neujahrsfrühstück im Rathaus mit berechtigtem Stolz präsentierte. Das Handwerk hat seinen stabilen Platz im lokalen Wirtschaftsgefüge der Stadt Aachen und will den auch 2009 behaupten. Trotz aller wirtschaftlichen Prognosen.

Und so stellte Winnen auch das zufrieden stellende Jahr 2008 an den Beginn seiner Betrachtungen. Die Beschäftigungslage sei in vielen Bereichen - zum Beispiel im Baugewerbe - gut gewesen.

Aber auch dem Kreishandwerksmeister ist klar, dass angesichts der Dauerthemen Finanz- und Wirtschaftskrise das neue Jahr kein normales wird. Und dennoch betonte er: „An den Prognosen der Ökonomen möchte ich mich nicht beteiligen. Die Grundstimmung, wie sie im Handel vor den Festtagen geherrscht hat, muss positiv bleiben.”

Winnen nahm die Politik in die Pflicht, die mit Maßnahmen die Auswirkungen der Finanzkrise abmildern könne (siehe auch Bericht Seite 13). Hier favorisiert er vor allem Investitionsprogramme in Unterhaltung und Modernisierung von Gebäuden.

Voraussetzung sei allerdings, dass die Vergabe an regionale Firmen erfolge. Größere Bauprojekte schafften nämlich mitunter eher Arbeitsplätze für Arbeitnehmer aus Billiglohnländern, nicht selten werde auch der Mindestlohn im Baugewerbe umgangen.

Bleibendes Schwerpunkthema für das Handwerk ist die Schwarzarbeit. Nach offiziellen Schätzungen betrage hier der Umsatz 350 Milliarden Euro - die der Wirtschaft verloren gingen.

Im neuen Jahr will sich die Aachener Kreishandwerkerschaft an einer groß angelegten Werbekampagne beteiligen, um die Leistungen der Innungsfachbetriebe noch stärker herauszustellen.

Es müsse zunächst gelingen, das Ruder regional herumzureißen, was durch folgende Schwerpunkte gelingen könne: Investitionen in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Gebäudesanierung im Altbestand, Umweltschutzmaßnahmen an Gebäuden, Straßen- und Wegebau, Ausbau der Glasfasernetze, günstige Finanzierung bei Sofortmaßnahmen, schnelle und unkomplizierte Baugenehmigungen.
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