Stawag und Wingas testen Brennstoffzelle

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Aachen. Effiziente Heizungstechnik wird angesichts der ambitionierten deutschen Klimaziele und der hohen Kosteneinsparpotenziale auch im Gewerbebereich immer wichtiger.

Die Stawag und der Kasseler Erdgasversorger Wingas haben daher jetzt gemeinsam im Rahmen eines neuen Modellprojektes eine hocheffiziente Brennstoffzelle im Heizungskeller des Instituts für Industrieaerodynamik (IFI) in Aachen in Betrieb genommen.

Die Brennstoffzelle wurde ergänzend zu einer bereits bestehenden Heizungsanlage integriert und läuft im Dauerbetrieb. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage wird rund 13.000 Kilowattstunden Strom und etwa 5000 Wärme pro Jahr erzeugen. Die Laufzeit des nun gestarteten Modellprojekts in Aachen beträgt zwei Jahre.

„Unsere bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Technologie zuverlässig und äußerst effizient arbeitet. Mit dem aktuellen Feldversuch wollen wir nun Erfahrungen im Gewerbebereich sammeln und ausloten, ob sich in diesem Bereich künftig ein Contractingprodukt lohnt – sowohl für die Stawag als auch für Gewerbekunden“, erklärt Vorstand Dr. Peter Asmuth. „Gerade mit dem hohen elektrischen Wirkungsgrad von rund 60 Prozent wird die Brennstoffzelle künftig in der häuslichen wie auch in der gewerblichen Energieversorgung eine zentrale Rolle spielen.“ Zum einen lasse sich mit der innovativen Technik die Auflagen der Energieeinsparverordnung im Neubau gut erfüllen, zum anderen sei die Anlagentechnik oft sehr interessant, wenn Altanlagen im Bestand getauscht werden müssten.

Mit Unterstützung von Wingas bekommt die Stawag die Chance, ein solches Musterprojekt zu realisieren. „Durch zahlreiche Feldtests sind wir von der hocheffizienten Brennstoffzellentechnologie überzeugt“, erklärt Detlef Mirsch, Leiter Technische Dienstleistungen bei der Wingas. „Mit unserem Förderprogramm wollen wir die weitere Marktdurchdringung unterstützen und geben unseren Kunden die Möglichkeit, die innovative Technik für sich zu testen und dabei idealerweise eigene positive Erfahrungen zu sammeln. Gerade Stadtwerke erfüllen hier eine wichtige Multiplikatorenfunktion“, so Mirsch.

Die jetzt in Betrieb genommene Brennstoffzelle „BlueGen“ liefert insgesamt 1,5 Kilowatt elektrische und 0,62 Kilowatt thermische Leistung. Die Wärme wird in das Heizungs- und Warmwassersystem eingespeist und deckt den gesamten Warmwasserbedarf des IFI-Instituts. Mit der überschüssigen Wärme wird zusätzlich die Heizung unterstützt. Der erzeugte Strom wird vollständig eigenverbraucht und deckt die elektrische Grundlast der IT-Abteilung der Fachhochschule ab. Die Brennstoffzelle wird nach Beendigung des Feldversuchs vom IFI-Institut weiter betrieben.

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