Aachen - Stawag saniert: Krugenofen wird wieder zum Nadelöhr

Stawag saniert: Krugenofen wird wieder zum Nadelöhr

Von: Stephan Mohne und Julia Gröbbels
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2011 ein Nadelöhr und ab 22. April schon wieder: Der Krugenofen wird erneut für ein Jahr zur Großbaustelle. Hart ist das unter anderem für den dortigen Rewe-Markt, der nach dem derzeit laufenden Umbau am 3. April wiedereröffnet wird. Foto: Michael Jaspers
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2011 ein Nadelöhr und ab 22. April schon wieder: Der Krugenofen wird erneut für ein Jahr zur Großbaustelle. Hart ist das unter anderem für den dortigen Rewe-Markt, der nach dem derzeit laufenden Umbau am 3. April wiedereröffnet wird. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Schon wieder?“, werden sich Anwohner und Geschäftsleute stirnrunzelnd fragen. Oder sie werden einen Stoßseufzer Richtung Stawag schicken: „Bitte nicht schon wieder!“ Ebenso dürfte die Gemütslage bei Autofahrern sein, die des öfteren den Burtscheider Krugenofen befahren. Und das sind täglich nicht gerade wenige.

Allein: Wehklagen nützt nichts, denn am 22. April werden zwischen Sebastianstraße und Hauptstraße/Burtscheider Straße die Bautrupps anrücken. Dann geht wieder los, was erst vor fast genau drei Jahren zu Ende war – und diesmal wird die Baumaßnahme noch umfangreicher. Schon damals waren Kanäle und Versorgungsleitungen am Krugenofen erneuert worden.

Monatelang musste sich der Verkehr durch ein Nadelöhr zwängen. Aufgrund der Enge der Straße konnte nur wechselweise – geregelt durch eine Baustellenampel – aus Richtung Eupener Straße beziehungsweise Kasinostraße gefahren werden. Weil das Wetter im Winter 2010/11 auch noch miserabel war, verzögerte sich die Fertigstellung bis in den April 2011.

Die Stawag sagt auf Nachfrage, die Kanalarbeiten seien die Fortsetzung von damals und würden dort beginnen, wo man damals aufhörte. Man habe dies auf zwei Abschnitte „wegen der Länge des Krugenofens“ aufgeteilt, so Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen.

Zumindest teilweise ist der Baustellenbereich jedoch identisch mit 2010/11. Das mag daran liegen, dass nun auch noch Fernwärmerohre in die Erde müssen. Damals sei das noch nicht geplant gewesen, so Bürgerhausen. Mittlerweile aber habe man in diesem Bereich ausreichend Kunden für eine Erweiterung des Netzes akquiriert.

Rund ein Jahr lang werden Anwohner, Geschäftsleute und Autofahrer mit dem neuerlichen Nadelöhr leben müssen. Im Frühjahr 2015 sollen die Bauarbeiten beendet sein. Verkehrlich wird das genauso aussehen wie einst. Eine Baustellenampel wird in den jeweiligen Abschnitten wechselweise den Verkehr an der Baustelle „vorbeischleusen“. Weil das damals schon für einigen Unmut sorgte, sollen anfangs auch Verkehrskadetten dort eingesetzt werden.

Kritisiert wurde damals die Informationspolitik der Stawag. So zum Beispiel von Josef Stenten, der genau im Baustellenbereich seinen Rewe-Markt als Nahversorgungszentrum betreibt und seinerzeit gegenüber der AZ „Riesenverluste“ beklagte. Ihn habe man nun „als Sprecher der ansässigen Geschäftsleute frühzeitig informiert“, unterstreicht Corinna Bürgerhausen.

Stenten selbst lobte auf Nachfrage unserer Zeitung am Mittwoch, dass sich in Sachen vorzeitiger Informationen für die Betroffenen tatsächlich einiges verbessert habe. Dennoch bezeichnet er die neuerlichen Bauarbeiten als „Katastrophe“. Just im Moment ist der Rewe-Markt selber eine Großbaustelle und wird umgestaltet. Am 3. April wird er feierlich wiedereröffnet.

„Wir haben nicht damit gerechnet, dass nun schon wieder eine solche Baustelle auf uns zukommt“, so Stenten. In Sachen Baustellenmanagement sieht er die Stawag besser aufgestellt als damals, „aber das ist angesichts der Auswirkungen dieser Maßnahme leider auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagt der Geschäftsmann. Man müsse nun sehen, wie man mit der Situation umgeht.

Gleichwohl verlief die Informationsveranstaltung, bei der sich am Mittwochabend rund 30 Interessierte in den Kurpark-Terrassen eingefunden hatten, durchaus sachlich und konstruktiv. Dazu dürfte auch das Versprechen der Stawag-Verantwortlichen beigetragen haben, dass sich die Bürger bei Problemen an eine Hotline wenden und sich im Internet über die Arbeiten informieren können (Telefon 181-1444, www.stawagbaut.de).

Zudem sollen Werbeaktionen mithilfe von Stadt und Stawag gestartet werden, um die Einzelhändler und Geschäftsleute im Umfeld zu unterstützen. Geklärt werden soll überdies, ob die täglichen Buddelarbeiten zeitlich etwas früher gelegt und gestrafft werden können.

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