Stawag Music Award: Vor toller Kulisse durften sich alle als Sieger fühlen

Von: Svenja Pesch
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Sie durften nicht nur beim Gruppenbild jubeln: Die Finalteilnehmer des 13. Stawag Music Awards traten am Sonntag Nachmittag vor mehreren tausend Besuchern auf dem Marktplatz gegeneinander an. Am Ende hatte die Band „The Constant“ die Nase vorn, als Sieger durften sich angesichts der Kulisse jedoch alle fühlen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Was macht eine Band, bevor es raus auf die Bühne geht? Nochmal die Songs im Kopf durchgehen vielleicht? Oder einem ganz bestimmten Ritual frönen, wie beispielsweise einen lauten Schlachtruf von sich geben? Vielleicht auch um Beistand von oben bitten?

„The Constant“ macht nichts von alledem. Die fünf Bandmitglieder, die am Sonntag Nachmittag gemeinsam mit fünf weiteren Bands beim 13. Stawag Music Award auf der großen Marktbühne auftraten, wirkten in den Minuten kurz vor ihrem Auftritt auf den ersten Blick doch ziemlich cool. Aber eine gewisse Coolness gehört wohl zum Image einer jeden (Rock)-Band.

„Naja, wir sind schon ziemlich nervös und hoffen, dass bei unserem Auftritt alles gut geht“, gab Sänger Daniel kurz vorm Betreten der Bühne zu. Das Zugeständnis ließ die Band, die in der Besetzung erst seit Anfang dieses Jahres existiert, aber vorher schon reichlich Bühnenerfahrung sammelte, gleich nochmal sympathischer erscheinen. In Jeans, T-Shirt und lässiger Körperhaltung betraten die Jungs dann die Bühne und heizten dem Publikum – mehrere tausend Besucher füllten den Marktplatz – mit selbst geschriebenen englischsprachigen Pop-Songs ordentlich ein.

Super Stimmung

Die Moderatoren des Contests, Marijke Stasch von Antenne AC und AZ-Redakteur Robert Esser, hatten von Beginn an leichtes Spiel, das Publikum mitzureißen. Denn trotz des trüben, aber trockenen Wetters war die Stimmung auf dem Markt super. Manch eine Gruppe im Publikum fiel dabei besonders auf. Sowohl durch lautes Schreien als auch durch uniformiertes Auftreten in Form von einheitlich beschrifteten T-Shirts, die der Lieblingsband vollste Unterstützung signalisierten.

Die Rede ist von Groupies, die bei einem echten Band-Contest natürlich nicht fehlen durften. Nachdem der Vorjahressieger „Amin Afify“ den Wettbewerb offiziell eröffnete, rockte die Band „Queens Revenge“ die Bühne. Genau wie die Gruppen „Incolors“, „Forger“, „London Roommates“, „The Constant“ und die Sieger des Facebook-Votings „TalÄntfrei“, die als einzige Band auf Deutsch sangen, hatten sie exakt zwanzig Minuten Zeit, die Zuhörer von ihrem musikalischen Talent zu überzeugen. Von deutschem Rock über Punk-Pop bis hin zu Progressive-Metal und Indie war so ziemlich jedes Genre vertreten.

Gesamtpaket zählt

Aber welche Attribute muss die Siegerband mitbringen? „Es kommt auf das Gesamtpaket an. Es dürfen keine gecoverten Songs sein, sondern alles muss selbst geschrieben sein“, erzählte Marijke Stasch. 22 Bands aus Aachen und der Region haben sich insgesamt beim Stawag Music Award beworben. Neben der Präsentation der musikalischen Fähigkeiten geht es aber noch um weitaus mehr, wie Stasch ergänzte: „Für die Bands ist das natürlich eine große Chance, aber es geht nicht nur um den Sieg, sondern auch darum, Kontakte zu knüpfen und die ganze Atmosphäre hier zu genießen. Viele stehen zum ersten Mal auf so einer großen Bühne und haben einfach Spaß an dem, was sie machen. Auch der Konkurrenzkampf ist hier nicht so groß, denn die meisten Bands kennen sich untereinander und bejubeln sogar die jeweils andere Band.“

Doch auch unter musikalischen Kollegen muss es einen Besten geben. Dieses Jahr konnte die Band „The Constant“ den Sieg einheimsen. Auf sie wartet neben der Produktion einer professionellen CD sowie eines Videos ein Fotoshooting. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die „Incolors“ und die „London Roommates“.

Vor dem Hintergrund der grandiosen Kulisse am Sonntag beim September Special durften sich allerdings alle Bands, die es ins Finale geschafft hatten, als absolute Sieger fühlen.

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