Aachen - Stawag im Frost-Stress: Sechs Rohrbrüche am Wochenende

Stawag im Frost-Stress: Sechs Rohrbrüche am Wochenende

Von: Ulrich Simons
Letzte Aktualisierung:
Sanatoriumstraße / Rohrbruch
Lieber nicht drüber nachdenken, was gerade auf der anderen Seite des Garagentores abgeht: Ein Rohrbruch machte in der Nacht zum Sonntag zwei stolze Autobesitzer in der Sanatoriumstraße zu Fußgängern. In ihren Autos stand bis zum Türgriff das Wasser.

Aachen. Die knackige Kälte der vergangenen Tage und Wochen ist in etwa anderthalb Metern Tiefe im Boden angekommen. Woher man das so genau weiß? Dort verlaufen die Versorgungsrohre der Stawag. Sechs davon gingen alleine am Wochenende witterungsbedingt in die Brüche.

Die zwei spektakulärsten Fälle: Auf der Jülicher Straße brach in der Nacht zum Sonntag in Höhe der Firma Zentis eine größere Versorgungsleitung. Die Fahrbahn stadtauswärts musste komplett gesperrt werden, am Sonntagmittag war noch nicht klar, in wieweit der Berufsverkehr am Montag von dem Vorfall betroffen sein würde.

Alle Beteiligten gäben sich große Mühe, versicherte Stawag-Sprecherin Eva Wussing. Allerdings sei es bei den gegenwärtigen Temperaturen nicht so einfach, eine Fahrbahn zu flicken, weil die Verarbeitungstemperaturen von Asphalt im Moment deutlich unterschritten würden.

Noch schlimmer traf es in der gleichen Nacht die Bewohner des Hauses Sanatoriumstraße 11. Dort soffen am frühen Morgen zwei Garagen und ein halbes Dutzend Keller des Mehrfamilienhauses ab.

Genau vor der Haustür hatte eine Wasserleitung vor dem Frost kapituliert. Mit geschätzten 50 Litern pro Minute suchten sich die Wassermassen ihren Weg unter dem Bürgersteig, unterspülten zwei asphaltierte Garageneinfahrten und stauten sich schließlich vor den Garagentoren, weil mitgeführter Sand und Lehm die Bodeneinläufe verstopft hatten.

Es war reiner Zufall, dass ein Hausbewohner beim Blick aus dem Fenster gegen 4 Uhr das Desaster entdeckte und sofort die Feuerwehr alarmierte. Als die eintraf, stand das Wasser bereits mehr als 80 Zentimeter hoch in den Garagen und den darin geparkten Autos.

Durch die Garagenwände suchte sich die braune Brühe weiter ihren Weg und flutete anschließend auch die angrenzenden Keller 10 bis 15 Zentimeter hoch.

Die Feuerwehr ließ diverse Tauchpumpen zu Wasser und klemmte die Batterien der Autos ab, die Stawag unterbrach die Wasserleitung, und als die Sonne ihre ersten Strahlen auf die Bescherung warf, trauerten zwei ehemals stolze Autobesitzer um den Inhalt ihrer Garagen, und in den Kellern ging das große Aufwischen los.

Gegen 11 Uhr war der Riss im Rohr mit drei Manschetten geflickt. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt.
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