Stawag: Glänzendes Ergebnis im „goldenen“ Jahr

Von: Matthias Hinrichs
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Konzeptionelle und personelle Neuerungen: Wilfried Ullrich (Mitte) komplettiert den Stawag-Vorstand mit Dr. Peter Asmuth (l.) und Dr. Christian Becker seit einigen Monaten. Asmuth geht kommendes Jahr in den Ruhestand. Mit dem Ausbau der E-Mobilität und alternativer Energien will das Unternehmen seinen Erfolgskurs fortsetzen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Im „goldenen“ Jubiläumsjahr 2017 kann die Stawag erneut eine glänzende Bilanz verbuchen. Und anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens als Aktiengesellschaft ihrerseits stattliche „Geburtstagsgeschenke“ an die Stadt überreichen.

„Die Geschäftsergebnisse für 2016 sind unterm Strich sehr erfreulich. Und wir wachsen weiter durch Kooperationen mit anderen Stadtwerken“, blickte Dr. Christian Becker gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Dr. Peter Asmuth und Wilfried Ullrich gestern nicht nur zurück, sondern auch sichtlich zufrieden nach vorn – auch wenn sich der Kampf um die Kunden durch beinharte Konkurrenz in Gestalt von Online-Anbietern und Haustürgeschäften weiter verschärfe.

Stolze 382,9 Millionen Euro an Umsatzerlösen konnte der Energieversorger im vergangenen Jahr gleichwohl auf die Haben-Seite schreiben. Zwar rangieren die Einnahmen damit weit unter dem Vorjahreswert. 432,5 Millionen stehen für 2015 in den Büchern. Dieses Rekordergebnis sei allerdings vor allem durch herausragende Einmaleffekte im Zusammenhang mit umfänglichen Entlastungen durch Pensionsrückstellungen erzielt worden, unterstrich Asmuth. Zudem wirkten sich Beteiligungen an konventionellen Kraftwerken in Lünen, Gronau und Hamm negativ auf die aktuelle Bilanz aus.

Dennoch liege das Unternehmen mit einem Gewinnergebnis von 23,5 Millionen anno 2016 (vor Steuern) weiter über Plan. Runde 19 Millionen können an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Und die Stadt Aachen kassiert als kommunale Mutter im Ganzen 14,4 Millionen Euro an Konzessionsabgaben. „Sowohl in den Kerngeschäften Vertrieb und Netz als auch mit wachsenden Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien sind wir weiter auf Erfolgskurs“, erklärte Becker.

Die Gründung einer neuen Netzgesellschaft mit der Stolberger Energie- und Wasserversorgung (EWV) soll bereits Anfang kommenden Jahres erfolgen. Im Zuge der Neuaufstellung kommunaler Versorger entwickelten sich auch Kooperationen mit Partnern wie den Stadtwerken Lübeck zusehends zum Erfolgsmodell, betonte Asmuth – während die Gaspreise in Aachen zum 1. Juli um zehn Prozent gesenkt wurden.

Kräftig draufsatteln will die Stawag indes beim Ausbau alternativer Energien. Zielmarke: Bis 2020 soll die Produktion von „sauberem“ Strom aus Wind- und Solaranlagen mit rund 600 Millionen Kilowattstunden dem Gesamtbedarf der Kunden in Aachen entsprechen. Derzeit liegt die Quote immerhin bereits bei rund 50 Prozent, erklärte Asmuth nicht ohne Stolz. Bereits 2018 peile man einen Anteil von rund 70 Prozent an, während das Unternehmen etwa mit dem Aus- bzw. Neubau der Windparks in Vetschau und im Münsterwald in die Zielgerade einbiege. Aktuell betreibt der Energieversorger im Ganzen bereits 15 einschlägige Rotoren-Standorte.

Mit neuen Dienstleistungen auf digitaler Basis, Gutscheinen und Rabatten für langjährige Treue stelle man sich zudem dem immer härter werdenden Wettbewerb, unterstrich Ullrich, der das Vorstands-Triumvirat seit einigen Monaten komplettiert, da Asmuth Ende April 2018 in den Ruhestand geht. Und natürlich stehe auch das Thema E-Mobilität ganz oben auf der Agenda. Die Zusammenarbeit mit den einschlägigen Forschungseinrichtungen in der Region gedeihe weiter, die Anzahl der Ladesäulen für E-Autos im Stadtgebiet soll bis Jahresende von 32 auf 47 wachsen.

Schließlich will man sich nicht zuletzt als wichtiger „Energieversorger“ für soziale und kulturelle Projekte weiter an vorderster Front engagieren, betonte Becker: „Allein im vergangenen Jahr haben wir 210 Initiativen unterstützt – wir bleiben auch hier als verlässlicher Partner im Boot.“

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