Start frei für die Klimaretter

Von: Lale Dalz
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Mit von der Partie beim Klimaparcours: Schüler der GHS Drimborn experimentieren zum Thema Wasserverbrauch. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Was kann ich als junger Mensch in Aachen tun, um das Klima zu schützen? Unter dieser Leitfrage fand nun zum fünften mal der Aachener Klimaparcours statt. Bei diesem spannenden Rundgang lernen die Schüler der Gemeinschaftshauptschule Drimborn, ihre Stadt mit anderen Augen zu sehen.

An zwölf Stationen – vom Umweltamt der Stadt Aachen über Misereor und die Sternsinger bis zur Carsharing-Station von Cambio – erlebten die Jugendlichen verschiedene Aspekte zum Thema Klimaschutz ganz alltagsnah. Was hat meine Jeans mit der Wasserknappheit in der Türkei zu tun? Warum ist es viel energieintensiver, Rindfleisch herzustellen, als beispielsweise Fleischersatz aus Soja? Diese Fragen wurden aufgeworfen und von den „Ingenieuren ohne Grenzen“, einer ehrenamtlichen Studentenorganisation, beantwortet.

Mithilfe von Wasser in Bechern sollten die Schüler einschätzen, wieviel Wasser für die Erzeugung verschiedener Güter nötig ist – ein Becher steht symbolisch für 2000 Liter. Da staunte der ein oder andere nicht schlecht, wenn für ein Kilogramm Rindfleisch sieben Becher notwendig sind. „Wir machen die Jugendlichen auf ihren ‚virtuellen Wasserverbrauch‘ aufmerksam – das ist der Wasserverbrauch, den man indirekt, also über Konsumgüter verursacht. Dieser ist oft gravierender als der Wasserverbrauch durch Trinken, Duschen und Wäsche waschen, denn unsere Konsumgüter kommen oft aus Gebieten, in denen das Trinkwasser viel knapper ist als in Deutschland. Wir hoffen, dass die Wasserverschwendung dadurch geringer wird“, erklärte Fabian Leiß von „Ingenieure ohne Grenzen“.

An der Gemeinschaftshauptschule Drimborn werden die Stationen des Klimaparcours im Erdkundeunterricht vor- und nachbereitet. Auch dabei helfen die Studenten tatkräftig mit – die Studenteninitiative „Energybirds“ hat ehrenamtlich einen ganzen Informationstag veranstaltet. „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen andere junge Menschen als Vorbilder haben“, so Mona Pursey, zuständig für entwicklungspolitische Bildungsarbeit beim „Eine Welt Forum e.V.“. Seit 2009 koordiniert das Forum mit dem Bildungswerk KreaScentia den Klimaparcours, an dem jede Schule teilnehmen kann.

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