Aachen - Stärken der Schule sollen in den Fokus rücken

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Stärken der Schule sollen in den Fokus rücken

Von: Stefan Herrmann
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Setzen auf Teamarbeit und neue Ansätze: der neue Schulleiter Hartwig Hillebrand (r.) und sein Stellvertreter Leo Gielkens. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Eine Überraschung? Nein, antwortet Hartwig Hillebrand nach kurzem Überlegen, die habe es an seinem ersten Tag als neuer Schulleiter der Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) nicht wirklich gegeben. Nun gut, zum einen ist es noch recht ruhig im großen Gebäude am Hander Weg.

Stichwort Ferienzeit. Zum anderen, sagt der 57-Jährige Familienvater von drei mittlerweile erwachsenen Töchtern, werde man im Lehrgang für kommende Schulleiter gut vorbereitet. Wenn man es Überraschung nennen wolle, dann vielleicht, dass einige Bilder im Leiter-Büro fehlen, wie Hillebrand mit einem Schmunzeln anmerkt. Die sind mit dem Vorgänger Heinrich Parting gegangen, der Anfang des Jahres in den Ruhestand gewechselt ist.

Damit endet aber auch schon der Rückblick. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, sagt Hillebrand, der aus dem Ruhrgebiet stammt und bereits seit 1997 als Lehrer an der HHG tätig ist. Die interne Lösung stößt offenbar auf großes Gefallen in der HHG-Familie. Den Stallgeruch möchte Hillebrand nutzen, um im Team den Schulstandort in Laurensberg in ein positiveres Licht zu rücken, als dies in der Vergangenheit zum Teil der Fall war.

Denn da war oftmals mehr über die „schlechte Lage“ von Aachens erster Gesamtschule am Rand des Stadtgebiets die Rede als über pädagogische Konzepte und besondere Angebote des HHG. „Das möchten wir ändern“, betont Hillebrand.

So sollen die Vorteile des Standorts in den Fokus rücken: der geräumige Bau auf einem campusartigen Gelände, große Dreifachsporthallen direkt vor der Tür, die Nähe zum RWTH-Campus ebenso wie die Natur direkt vor dem Schulportal. „All das nutzen wir bereits, wollen es aber noch weiter ausbauen und auch bekannt machen“, sagt der Sport- und Englischlehrer.

In den vergangenen Jahren waren die Anmeldezahlen der HHG teils deutlich zurückgegangen, aber bereits dieses Jahr habe es einen leichten Aufwärtstrend gegeben, blickt Hillebrands Stellvertreter Leo Gielkens verhalten optimistisch auf die Zahlen. Im am Mittwoch startenden Schuljahr 2015/16 werden 1038 junge Menschen die HHG besuchen. Rund 110 beginnen in den vier 5. Klassen. „Wir wollen intensiv daran arbeiten, die Anmeldezahlen zu verbessern“, sagt Hillebrand. Und das beginne damit, dass man ein positives Bild zeichne. Auch solle die Vernetzung in die nahen Stadtteile wie zum Beispiel Laurensberg und Richterich weiter ausgebaut werden.

Daneben bietet die Heinrich-Heine-Gesamtschule interessante Schwerpunkte: So ist jeweils eine Klasse der Jahrgangsstufen 5 bis 10 Kooperationspartner des Nachwuchsleistungszentrums der Alemannia. Der Club stellt ausgebildete Trainer, zwei zusätzliche Stunden Sport stehen für die Jungen und Mädchen pro Woche auf dem Plan.

Aber auch die im neuen Schuljahr erstmals angebotene Forscher- und Entdeckerklasse mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt kommt an. Seit Jahren schon ist die HHG als Kunst- und Kulturschule bekannt. Daran soll nicht gerüttelt werden. Verstärkt gefördert werden soll derweil in Zukunft das individuelle Lernen der Schüler. „Selbstständigkeit, Verantwortung, Vertrauen“, nennt Hillebrand drei Säulen des Konzepts.

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