Städteregionsrat Etschenberg feiert 50-jähriges Dienstjubiläum

Von: Jutta Geese
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„Besonderes Pflichtgefühl, ohne aber dazu zu neigen, die Schönheiten des Lebens zu verkennen“: Sein Vertreter Axel Hartmann würzte die Laufbahn von Städteregionsrat Helmut Etschenberg (r.) mit amüsanten Anekdoten – auch zur Freude von Ehefrau Anita Etschenberg. Foto: Andreas Hermann

Aachen. Den Sitzungssaal im denkmalgeschützten alten Kreishaus mag Helmut Etschenberg ganz besonders. An den von vielen liebevoll „Kathedrale“ genannten Raum hat er viele gute Erinnerungen, dort hat er viele Stunden seines Lebens verbracht und in unterschiedlichen Positionen an der Entwicklung des früheren Kreises Aachen und der heutigen Städteregion mitgewirkt.

 Und deshalb feierte der Städteregionsrat sein 50-jähriges Dienstjubiläum mit gut 150 Gästen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft jetzt in eben diesem, etwas düster wirkenden Saal und nicht im modernen Mediensaal im Neubau.

Den beruflichen Werdegang Etschenbergs vom 15-jährigen Verwaltungspraktikanten bis zum Chef einer großen Verwaltung zeichnete Axel Hartmann, Allgemeiner Vertreter von Etschenberg, nach. Er würzte seine Ansprache mit einem Blick auf das Zeitgeschehen in den fünf Jahrzehnten, persönliche Entwicklungen wie die Gründung einer Familie mit Ehefrau Anita oder seine besondere Verbundenheit mit Frankreich – und Zitaten aus Beurteilungen Etschenbergs durch Vorgesetzte.

So wurde laut Hartmann dem Lehrling Etschenberg schon nach kurzer Zeit bescheinigt: „Er stellte sich bei der Arbeit geschickt an und zeigte eine praktische Veranlagung. Herr Etschenberg besitzt eine gute Auffassungsgabe und ist geistig rege.“ Und aus einer Beurteilung aus dem Jahr 1971 – damals war Etschenberg schon persönlicher Referent des Oberkreisdirektors – zitierte Hartmann: „Herr Etschenberg hat ein besonderes Pflichtgefühl, ohne aber dazu zu neigen, die Schönheiten des Lebens zu verkennen und zu vernachlässigen.“ Er freue sich darauf, mit Etschenberg noch viele Jahre beruflich zusammenzuarbeiten, erklärte Hartmann.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Als „erfolgreiche und angenehme Persönlichkeit“ würdigte Personalratsvorsitzender Franz-Josef Loch den Jubilar. Kennengelernt habe er Etschenberg 1970, nachdem er zur Kreisverwaltung kam. „Damals hat er mich gleich für die Komba-Gewerkschaft angeworben.“ Und seit Etschenberg 1993 von Monschau, wo er 15 Jahre Stadtdirektor gewesen war, zurück zur Kreisverwaltung gekommen war, habe der Personalrat stets vertrauensvoll mit ihm zusammengearbeitet. In der Sache habe man gelegentlich kon-träre Auffassungen, aber immer habe man „vernünftige Lösungen“ gefunden, betonte Loch, der die Glückwünsche der Belegschaft überbrachte.

Stellvertretend für alle Fraktionen im Städteregionstag würdigte CDU-Fraktionschef Dieter Wolf die Verdienste von Etschenberg. Er könne mit Stolz auf seine 50-jährige „pflichtgetreue und äußerst erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken“, erklärte Wolf. Bis heute leite er die Städteregionsverwaltung mit großem Engagement und Erfolg. Etschenberg trage gerne Verantwortung und habe seine Kraft stets zum Wohl der Menschen und für das Gelingen des Zukunftsprojektes Städteregion eingebracht.

Bildung und Arbeitsmarkt

Und dieses Projekt liegt Etschenberg sehr am Herzen. Seine Ansprache war mehr ein Plädoyer für die regionale Zusammenarbeit denn eine Dankesrede, auch wenn er betonte: „Es ehrt mich sehr, dass Sie alle gekommen sind.“ Mit Blick auf seine eigene Jugend in der Nachkriegszeit erklärte er, er stehe für eine solidarische und familienorientierte Politik der Städteregion und dafür, „Kindern und Jugendlichen mit schwierigen Rahmenbedingungen und ebenso den besonders Begabten gute Perspektiven aufzuzeigen. Das kostet Geld – und der Haushalt 2014 wird dies ausweisen.“

Genauso wichtig wie Bildungspolitik sei es, alles zu tun, um Arbeitsplätze zu sichern. Und nicht zuletzt müsse die regionale und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiterentwickelt werden. Und er sei froh, Regierungspräsidentin Gisela Walsken da an der Seite der Region zu wissen und mit Karl-Heinz Lambertz, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, ein wichtiges Sprachrohr in Europa zu haben. 

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