Stadtsportbund hält einen Rettungsring bereit

Von: Felicitas Geßner
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Jede Menge Andrang: Die bevorstehende Schließung des Schwimmbads Preuswald erhitzt die Gemüter der Anwohner. Beim Runden Tisch sorgte ein Angebot des Stadtsportbunds, womöglich als neuer Mieter aufzutreten, für einen Hoffnungsschimmer. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nein, zum reinen Zuhören waren sie nicht gekommen, die Bewohner vom Preuswald, die um den Erhalt ihres Schwimmbades kämpfen. Antworten wollten sie haben von den anwesenden Herren aus Politik und Verwaltung, vom Eigentümer des Bades und vom bisherigen Betreiber, dem Marienhospital, die sich auf Einladung der Bürgerinitiative „Rettet das Schwimmbad Preuswald“ zum Runden Tisch zusammengefunden hatten.

„Nicht nur der Preuswald braucht dieses Schwimmbad, es gibt in ganz Aachen nichts Vergleichbares“, betonte eingangs Werner Dünnbier von der Initiative, und betonte im Gemeindezentrum an der Reimser Straße, dass das Bad mit 90 Kursen und rund 1000 Teilnehmern sowie Schwimmunterricht für Schüler durchgängig gut besucht sei.

Echte Überraschung

Nach ersten Statements der Beteiligten des Runden Tisches kam als Überraschung des Abends die Wortmeldung von Björn Jansen, seines Zeichens Vorsitzender des Stadtsportbundes Aachen, der über das Interesse seiner Organisation berichtete, das Schwimmbad Preuswald als Mieter übernehmen zu wollen.

Derzeit sei man mit der Prüfung des vorhandenen Sanierungsbedarfs und der vorliegenden Zahlen zu Besuchern und ähnlichem beschäftigt. Jansen machte auch deutlich, dass ein Betrieb des Bades – ähnlich wie bei der Osthalle – von der Stadt bezuschusst werden müsse. Gleiches gelte für die notwendigen Investitionen.

Beifall für Jansens Vorschlag

Der Beifall der vielen anwesenden Kämpfer für den Erhalt des Schwimmbades war ihm sicher. Auch die Vertreter aller Parteien begrüßten den Vorschlag. „Die Deutsche Annington als Eigentümer ist für den Sanierungsbedarf zuständig“, sagte Jonas Paul von den Grünen.

Manfred Bausch (SPD) regte eine Prüfung an, ob die Stadt über de GeWoGe nicht alle im Besitz der Deutschen Annington befindlichen Gebäude im Preuswald zurückkaufen solle.

Rolf-Leonhard Haugrund, Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital, hatte an diesem Abend einen schweren Stand, als er erklärte, warum seine Einrichtung den Mietvertrag für das Schwimmbad für Mitte Dezember gekündigt habe. „Wir haben ein jährliches Minus von bis zu 110 000 Euro. Das Bad kann im jetzigen Zustand nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden“, sagte Haugrund. Doch die Alternative, Schwimmkurse im Bad auf der Hörn anzubieten, stößt bei der Bürgerinitiative auf wenig Gegenliebe. Zu klein sei es und zu flach, Schwimmen wäre unmöglich. „Wir brauchen das Schwimmbad Preuswald, weil unsere Kinder hier schwimmen lernen“, sagte eine Vertreterin der OGS der ansässigen Grundschule. „Wir haben Kinder, die vorher noch nie im Schwimmbad waren. Es ist sehr wichtig, diese an Wasser zu gewöhnen“.

Professor Dr. Manfred Sicking, Wirtschaftsförderer der Stadt Aachen, bat die Anwohner um Geduld im laufenden Verfahren zur Rettung des Bades: „Die Stadt ist im Gespräch mit der Deutschen Annington. Wir finden bis Anfang Februar eine Lösung“.

Vielen Anwohnern war diese Darstellung aber zu wenig. Sie forderten erneut die Stadt auf, die Deutsche Annington auf dem Klageweg zum Sanieren des Bades zu zwingen.

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