Aachen - Stadtsportbund: Ferienschwimmspiele auf der Erfolgswelle

Stadtsportbund: Ferienschwimmspiele auf der Erfolgswelle

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:
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Laden zum Ferienschwimmkurs in die Osthalle: von links Björn Jansen, Olga Siegmund und Kursleiter Ingo Schmitz. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Nina ist da, Patrick habe ich schon gesehen, wo ist Mehmet?“ Ingo Schmitz, Bademeister in der Osthalle, sucht seine Schäfchen zusammen. Das sind in diesem Fall die jungen Teilnehmer eines Ferienschwimmkurses, den der Stadtsportbund anbietet. Und so wird es demnächst wieder verstärkt sein, wenn nämlich das Ferienangebot für die Sommer- und Herbstferien veröffentlicht wird.

Das Projekt heißt „NRW kann schwimmen!“. Allerdings kommt vor dem „Können“ erst das „Lernen“. Dies bewerkstelligen dann Menschen wie Ingo Schmitz. Er leitet seit einigen Jahren bereits Schwimmkurse, deren Teilnehmer vornehmlich aus den Schulklassen drei bis sechs kommen. „Das Ziel dieser Schwimmkurse ist ganz klar: Wir möchten dem Trend entgegenwirken. Viele junge Men-schen können heutzutage nicht mehr schwimmen“, legt Björn Jansen, Vorsitzender des Stadtsport-bunds den Finger in die Wunde. Dadurch würden sie sowohl während ihrer Schullaufbahn als auch in ihrer Freizeit in diesem Bereich ausgegrenzt.

Der Stadtsportbund bietet durchgehend Schwimmkurse an, zu denen jedermann sich jederzeit anmelden kann. Die sogenannten Ferien-schwimmkurse richten sich speziell an die jüngeren Schulkinder, um ihnen das nasse Element auf spielerische Art und Weise nahezubringen. „Wir haben immer viel Spaß in den Kursen“, weiß Schmitz zu erzählen. Außerdem werde eine Gruppe mit sechs Kindern von einem Kursleiter beauf-sichtigt. Da sei für Sicherheit ausreichend gesorgt. Denn diese Erfahrung mussten die Aufseher in den vergangenen Jahren zunehmend machen: Vor allem Flüchtlingskinder sind mit den Gefahren von tiefem Wasser nicht vertraut und springen zwar ohne Angst, aber auch ohne Vorsicht in die Becken.

Die Ferienschwimmkurse in der Osthalle werden vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW sowie von der Stawag unterstützt. Dieses Sponsoring ermöglicht eine Kursgebühr je Kind in Höhe von zehn Euro für insgesamt zehn Einheiten à 45 Minuten. „Wir möchten, dass sich jeder diese Kurse leisten kann. Schließlich geht es um die Kinder“, unterstreicht Dr. Olga Siegmund, pädagogische Leiterin des Sportbildungswerkes den Wert dieser Unterstützung. Deshalb ist man beim Stadtsportbund froh, bereits seit mehreren Jahren dieses Angebot machen zu können.

So werden im Sommer wieder insgesamt 16 und im Herbst acht Kurse ausgebucht sein. Denn die Erfahrungen der bisher absolvierten „Ferienschwimmspiele“ zeigt deutlich, dass der Schwimmunterricht äußerst beliebt ist. „Wir müssen immer mit einer langen Warteliste arbeiten“, freut sich Siegmund schon heute auf reges Treiben im Wasser. Am Ende eines jeden Kurses sollten die Teilnehmer dann auf jeden Fall das Seepferdchen-Abzeichen absolviert haben. „Aber oft gehen die Kinder auch mit Bronze oder sogar Silber nach Hause“, ist Schmitz erkennbar stolz auf die Leistungen seiner Schützlinge.

Wann genau die Anmeldung möglich ist, steht noch nicht fest. Interessierte sollten aber auf jeden Fall die Veranstaltungsseite des Stadtsportbundes im Auge haben. Dort ist immer Aktuelles vermerkt. Außerdem ist den Verantwortlichen ein weiterer Aspekt wichtig: weg vom Computer! Der zunehmende Bewegungsmangel von Kindern und Jugendlichen nimmt immer mehr zu. Da ist der Sprung ins kühle Nass gleichzeitig der berühmte Fuß in der Tür: „Viele von den Kindern, die bei uns mit dem Schwimmen anfangen, kommen in der Folgezeit immer wieder“, so Schmitz. Das nennt man dann wohl Erfolg auf der ganzen Linie!

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