Stadtpuppenbühne Öcher Schängche präsentiert neues Programm

Von: Svenja Pesch
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Aachen. Endlich geht es wieder los. Ein Öcher Alleinstellungsmerkmal, das seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Geschichte und Kultur der Stadt ist, wartet nur darauf, die Lachmuskeln der Besucher zu aktivieren und den Durst nach neuen Geschichten zu stillen: Bei der Vorstellung des neuen Spielplans der Stadtpuppenbühne Öcher Schängche freute sich Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebes, auf die anstehenden Stücke.

„Die Stockpuppenbühne vereint Tradition und Innovation und sorgt für Heimatgefühle. Dabei ist es egal, ob eingefleischter Öcher, Zugezogene oder gerade erst hier Eingetroffene: Das Öcher Schängche gibt es nur in Aachen, und es ist immer lohnenswert“, so Müller. Otto Trebels, künstlerischer Leiter der Bühne, setzt in der kommenden Spielzeit neben alt Bewährtem auch auf Neues: „Wir beginnen mit dem Kinderstück ‚Der Teufel in Aachen‘, welches gleichzeitig der erste Teil der Trilogie des Teufels ist. Weiter geht es mit ‚Der Kobold vom Lavenstein“, schildert er.

Hier kommt König Laurin nach Aachen. Und das Schängchen hilft ihm dabei, die guten von den schlechten Öchern zu trennen. „Der Glockenguß von Aachen“ ist der zweite Teil der Teufels-Trilogie und dreht sich inhaltlich um Kaiser Karl, der von Tancho bei der Herstellung einer Glocke betrogen wurde. Der letzte Teil der Trilogie läuft unter dem Titel „Der Geist im Dom“.

Doch neben der Teufels-Saga warten auf das junge Publikum auch Märchen wie „Aschenbrödel“, das pünktlich zur Adventszeit seine Premiere feiert, sowie das Stück „Die Wunschlampe“. „D‘r Barong Flöckmösch“ ist das erste Stück für Erwachsene, welches im Oktober aufgeführt wird. Eine besondere Herausforderung ist das Stück „Die Wurmhexen“, wie Trebels betonte: „Seit vielen Jahren wurde das Stück nicht mehr aufgeführt, da es spieltechnisch eine große Herausforderung ist.

Denn ein ganzer Akt spielt auf einem Schrägdach, was für die Puppenspieler eine starke körperliche Aufgabe ist. Ein besonderes Highlight ist, dass das Schängchen hier das erste und einzige Mal eine Verwachsung durchlebt, an der die Hexe Mobesenn nicht ganz unschuldig ist.“

Auch in der närrischen Zeit dürfen die Stockpuppen nicht fehlen. Unter dem Titel „Öcher fiere met et Schängche Fastelovvend“ erwartet den Zuschauer alles andere als der typische Sitzungskarneval. In der „Frittebud zum schmutzigen Löffel“ treffen die Öcher aufeinander und frönen dem heimischen Lebensgefühl. Ein weiterer Klassiker sind die Aufführungen von „Pech und Schwefel“, die ebenfalls im Oktober starten.

„Auch diejenigen, die keine Kenner des Öcher Platts sind, brauchen sich keine Sorgen zu machen, denn der Anteil an Öcher Platt ist nicht so hoch. Und gerade bei den Kinderstücken achten wir darauf, dass alles verstanden wird“, erklärte Trebels. Wer jetzt Lust hat, das ein oder andere Stück in der Barockfabrik zu sehen, der sollte sich schnell noch Karten sichern, denn für viele Stücke sind kaum noch welche da.

Weitere Informationen zu den Aufführungen im Internet unter: www.oecherschaengche.de

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