Stadtmeisterschaft: Walheim behält im schwarz-gelben Finale den Durchblick

Von: Peter Schopp
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Das letzte Quäntchen Glück hat gefehlt: Walheims Manuel Krebs... Foto: Kurt Bauer
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... und der Walheimer Jan von Ameln scheitern im Duell und mit einem Foulelfmeter an Alemannen-Keeper Mark Jakob Depta. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Es war ein Samstag so ganz nach dem Geschmack des Veranstalters FC Inde Hahn. Am Finaltag der Fußball-Stadtmeisterschaft um den Sparkassen-Cup sah man viele strahlende Gesichter, das Wetter war wie gemalt, der Zuspruch der Zuschauer wieder ausgesprochen gut. Wenngleich auch nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten.

„Ich habe mir als Zweigstellenleiter der Sparkassenfiliale in Walheim natürlich eine andere Finalpaarung gewünscht, aber so ist der Fußball nun einmal“, sagte Norbert Herff und sah einen kleinen Wermutstropfen ob des ausgefallenen Traumfinales Walheim gegen Hahn.

Der Hauptsponsor Sparkasse begleitete auch in diesem Jahr die Veranstaltung mit Rat, Tat und natürlich Barem. So trafen sich denn zu den Platzierungsspielen Sieger und Besiegte der Halbfinals, um ein letztes Mal direkten Einfluss auf die Prämienverteilung zu nehmen. Im Spiel um Platz drei war schnell klar, dass diese sportliche Woche für Raspo Brand gegen den SV Eilendorf kein glückliches Ende nehmen würde, der Landesligist war einfach zu stark, die Brander Beine schwer.

Dennoch bestätigten die Grün-Weißen den guten Turniereindruck, der im Sieg gegen den Turnierfavoriten Inde Hahn gipfelte. Gegen den Absteiger aus der Mittelrheinliga hingen die Trauben allerdings zu hoch, Eilendorf präsentierte sich in aufsteigender Form, übte früh Druck auf den Gegner aus und ließ kein konstruktives Aufbauspiel zu. So konnte nach 90 Minuten der Favorit mit 4:2 nach Toren von Julian Braun, Michael Falk, Timo Bindels und Andi Simons die 300 Euro für die Mannschaftskasse einstreichen; die Brander Tore erzielten Delany Arigbe und Philipp Marx. Der Neu-Bezirksligist startet mit 200 Euro im Sparschwein.

Im folgenden Finale war die vorherrschende Farbkombination Schwarz-Gelb. Beide Mannschaften, jede bis dahin vierfacher Stadtmeister, liefen in derselben Farbkombination auf, die Walheimer im gelben Trikot mit schwarzer Hose, der Gegner Alemannia Aachen II umgekehrt. Der gewöhnungsbedürftige Anblick irritierte scheinbar auch die Männer vom Tivoli, denn schon in Minute acht erzielte Manuel Krebs für Walheim die Führung. Die Spieler aus dem Hahner Nachbarort waren deutlich präsenter, ließen das Spielgerät mit hohem Tempo und den Gegner entsprechend hinterher laufen.

Die Aachener bestätigten ihren Trainer Moses Sichone, der nach dem Spiel im Interview sagen würde: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft und sind mit der Zusammensetzung des Teams noch nicht fertig. Das können wir hoffentlich bald erfolgreich beenden. Glückwunsch an den verdienten Sieger“.

„Wahlheimer Weg der Zukunft“

Die Walheimer waren in puncto Teambildung deutlich weiter. „Wir haben in der vergangenen Saison bereits viele neue junge Spieler aus den eigenen Reihen in die Mannschaft eingebaut, in diesem Jahr noch einmal vier. Gepaart mit einigen erfahrenen Spielern ist das der Walheimer Weg der Zukunft. Wir sind gut aufgestellt, lassen die Saison auf uns zukommen“, erklärte Trainer Helge Hohl die Walheimer Strategie.

Und diese war bei der 31. Stadtmeisterschaft erfolgreich. Denn über die gesamte Spieldauer des Finales hinweg kontrollierte die Hertha das Geschehen, die angesprochenen erfahrenen Spieler wie Heinz Putzier und Jan von Ameln führten die „Neuen“ gekonnt durch den Spielverlauf und setzten natürlich selber den ein oder anderen Akzent. Nkrumah-Sarfo sorgte für das 2:0, erneut Manuel Krebs für das 3:0 kurz nach der Pause. Das Spiel war entschieden, die Alemannia kam im Finale auf Platz zwei.

Verdienter Sieger mit 4:0 nach dem abschließenden Treffer vom dreifachen Torschützen Manuel Krebs war Hertha Walheim, die nun allmählich die Fährte vom Turnier-Rekordsieger Borussia Brand (elf Siege) aufnimmt und sich über 700 Euro Siegprämie freuen durfte. Alemannia begnügte sich mit 500 Euro.

Am Montag kommen die Bagger

Am Sonntag war Vorstandssitzung in Hahn. Dabei wurde das Turnier von den Organisatoren noch einmal aufgearbeitet, bevor am Montag die Bagger anrücken und zunächst die Sitztribüne erweitern, bevor im Anschluss daran der alte Kunstrasenplatz durch einen neuen ersetzt wird. Schließlich hat man auch in Hahn den Anspruch, die Jugend intensiv zu fördern und als gute Adresse im Aachener Jugendfußball wahrgenommen zu werden. Damit es vielleicht im nächsten Jahr mit dem Traumfinale klappt. Dann allerdings nicht in Hahn.

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