Stadtmeisterschaft: Inde Hahn sichert sich den Titel

Von: André Schaefer
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Fußball-Stadtmeister 2013: Das Team des FC Inde Hahn sicherte sich am Sonntagnachmittag den begehrten Titel. Foto: Kurt Bauer
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Schwarz gegen Gelb: Hertha Walheim und der FC Inde Hahn lieferten sich ein abwechslungsreiches Duell um die Fußball-Stadtmeisterschaft.
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Daumen hoch für ein gelungenes Turnier: Das Organisationsteam des FV Vaalserquartier.

Aachen. Sie hatten sich nochmals fein rausgeputzt. Mit einheitlichen Hemden und Krawatten in Vereinsfarben zeigte sich das gesamte Organisationsteam des FV Vaalserquartier am Finaltag der Fußball-Stadtmeisterschaft ein letztes Mal von seiner besten Seite. Dabei war die Festtagskleidung nicht notwendig.

Schließlich hat der diesjährige Ausrichter des Turniers auch ohne Hemd und Krawatte über die gesamte Turnierdauer einen mehr als ordentlichen Auftritt hingelegt. Sie alle sorgten am Sonntag jedenfalls dafür, dass das große Finale um den Sparkassen Cup nicht ins Wasser fiel. Und das war angesichts der Regenmassen, die pünktlich zum Showdown zwischen Hertha Walheim und dem FC Inde Hahn vom Himmel kamen, alles andere als leicht. „Wir hatten über die gesamte Turnierdauer hervorragendes Wetter. Schade, dass es ausgerechnet zum Finale so schütten muss“, ärgerte sich Vaalserquartiers Geschäftsführer Franz Drießen.

Das enorm große Interesse, das seitens der Besucher am entscheidenden Spiel zwischen den beiden Nachbarn aus Hahn und Walheim bestand, wurde dadurch nicht geringer. Räumlich trennen die beiden Sportanlagen keine 500 Meter Luftlinie, sportlich liegt immerhin noch eine Spielklasse zwischen den Klubs. Doch die Zeiten, zu denen der kleine Bruder aus Hahn seinem großen hinterher rennt, sind Geschichte. Vor vier Jahren standen beide Teams schon einmal im Endspiel um den Sparkassen Cup, der FC Inde Hahn kickte da nicht in der Bezirksliga, sondern in der Kreisklasse und unterlag deutlich mit 0:3. Wie sehr beide Vereine sich inzwischen auch sportlich genähert haben, wurde im finalen Spiel mehr als deutlich.

Passend zum Wetter war das, was beide Mannschaften zunächst auf dem Rasen boten, alles andere als Sommerfußball. Viele Ballverluste, kaum Torchancen – man sehnte sich als Besucher nach dem Halbzeitpfiff. Bevor dieser ertönte, hatte Hahn durch Koyama die bis dato größte, aber auch einzige Torchance. „Keiner wollte einen Fehler machen, das ist doch klar“, erklärte Hahns Trainer Oliver Heinrichs.

Dies änderte sich nach dem Wechsel: Die grauen Wolken zogen davon, und das Spiel nahm an Fahrt auf. Die Zuschauer spürten es wahrlich: Dieses Team aus Hahn, das mit Arminia Eilendorf einen Landesligisten und mit der U23 der Alemannia sogar einen Mittelrheinligisten aus dem Turnier ausgeschaltet hatte, war auch an diesem Tag in der Lage, wieder einen Großen zu ärgern. Immer wieder im Fokus: Hiroshi Koyama. Der Japaner setzte sich im zweiten Durchgang mehrfach auf seiner linken Seite durch, in der 56. Minute war er erfolgreich und traf zum umjubelten 1:0 für den Bezirksligisten.

Nun trat auch der Landesligist aus Walheim mit offenem Visier auf. Nur drei Minuten später traf Mark Thomsen zum Ausgleich. Der FC Inde Hahn wusste zu überzeugen und machte dem Landesligisten, der sich gegen die schnellen Hahner oft nur mit Fouls zu helfen wusste, das Leben schwer: Rader fällte Koyama im Strafraum, Szczyrba verwandelte den Elfmeter zum 2:1 (75.). Walheim erhielt in diesem Spiel nicht allzu viele Torchancen, Grümmer traf dennoch per Freistoß zum erneuten Ausgleich (79.).

Stolz sein durfte Christian Claßen, der neun Minuten vor dem Ende ebenfalls bewies, dass er mit ruhenden Bällen etwas anfangen kann. Sein wuchtiger Schuss senkte sich unter der Latte ins Netz – die Hahner Anhänger standen Kopf: 3:2. Mit Mann und Maus wurde das Ergebnis über die Zeit gerettet. Als der Schiedsrichter die 28. Stadtmeisterschaft mit dem Schlusspfiff beendete, sprachen die strahlenden Gesichter der Hahner Bände: „Wir sind unglaublich glücklich, zum ersten Mal den Titel geholt zu haben“, so Hahns Co-Trainer Bernd Wesemann.

Und während der Bezirksligist aus Hahn den Pokal in den Himmel reckte, wurde Walheim als Zweitplatzierter ebenso gratuliert wie Richterich, das durch einen 6:4-Sieg im Elfmeterschießen gegen Arminia Eilendorf noch den dritten Platz geholt hatte. Dann war auch endlich Zeit für die Verantwortlichen aus Vaalserquartier, Hemd und Krawatte auszuziehen. Es konnte angestoßen werden: Auf ein tolles Finale und ein gelungenes Turnier.

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