Stadtmeisterschaft: Hertha Walheim rettet die Favoritenehre

Von: Peter Schopp
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Und am Ende grenzenloser Jubel: Hertha Walheim holte sich den Sparkassen-Cup bei der diesjährigen Fußball-Stadtmeisterstadt. Der Landesligist war der einige noch verbliebene Favorit im Turnier und bezwang in einem spannenden Finale den immer wieder bravourös aufspielenden Bezirksligisten aus Verlautenheide.
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Verbissener, aber immer fairer Kampf: Eintracht Verlautenheide (rote Trikots) führte im Finale bereits mit 2:0, musste sich der Hertha aus Walheim aber am Ende doch noch mit 2:4 geschlagen geben.

Aachen. Und dann war es bei dieser so turbulenten Stadtmeisterschaft um den Sparkassen-Cup 2015 doch noch ein Favorit, der sich die Krone aufsetzte. Landesligist Hertha Walheim siegte auf dem Platz des VfL 05 an der Eupener Straße am Ende.

Doch auch Bezirksligist die Eintracht aus Verlautenheide, die in der Zwischenrunde sensationell Mittelrheinligist Alemannia II nach Hause geschickt hatte, begeisterte bis zur letzten Minute.

Steinebrück im Finalfieber: Am Sonntag standen zunächst das Spiel um Platz drei zwischen Arminia Eilendorf und Westwacht Aachen – die beide ebenfalls im Turnierverlauf gegen Favoriten aufgetrumpft hatten – sowie später das Finale zwischen Hertha Walheim und Eintracht Verlautenheide an.

Bei wunderbarem Fußballwetter zeigte im Spiel um den dritten Platz die Mannschaft aus Eilendorf die deutlich bessere Spielanlage. Westwacht konnte den überzeugenden Eindruck aus Zwischenrunde und Halbfinale in diesem Spiel nicht bestätigen – und es war nicht alleine die Kapitänsbinde von Spielführer Uwe Corsten, die nicht so richtig passen wollte. So stand es zur Halbzeit auch verdient 2:0 für Arminia, nachdem in der 27. Minute Florian Scharnberg und in der 33. Minute Robin Frömmer erfolgreich waren.

Das Bild änderte sich auch in Hälfte zwei nicht. Die Arminia blieb im Vorwärtsgang, und Westwacht konnte nur reagieren. Den Spielern von der Vaalser Straße merkte man die Belastungen der vergangenen Woche an, hinzu kamen noch verletzungsbedingte Umbesetzungen wie zum Beispiel durch den Ausfall von Jakob Emundts. In der 60. Minute fiel das 3:0 durch Cedric Ngovo, der gemeinsam mit einem quirligen Florian Barrenstein im Mittelfeld der Arminia die Fäden zog. Erneut Florian Scharnberg erhöhte in der 70. Minute auf 4:0, bevor Florian Barrenstein in der 74. Minute das Tor zum 5:0-Endstand folgen ließ. Mit diesem Erfolg sicherten sich die Eilendorfer ein Preisgeld von 300 Euro für den dritten Platz, die Westwachtler mussten sich mit 200 Euro zufriedengeben.

Um den Löwenanteil des Preisgeldes vom Hauptsponsor, der Sparkasse Aachen, kämpften im Anschluss die beiden Finalteilnehmer Verlautenheide und Walheim. Für den Sieger ging es dabei um 700 Euro, der Zweitplatzierte würde 500 Euro erhalten.

Zum Anstoß hatten sich viele fußballinteressierte Zuschauer an der Eupener Straße beim ausrichtenden VfL 05 eingefunden. In einem ausgeglichenen Spiel ging Verlautenheide durch einen von Dennis Tümmers verwandelten Foulelfmeter in der 15. Minute in Führung. Beide Mannschaften zeigten schnelle Ballstafetten im Mittelfeld, hohe läuferische Intensität und spannende Zweikämpfe. Davon zeigte sich auch Heinz-Willi Laeven, Gebietsdirektor der Sparkasse Aachen für den Bezirk Aachen-West, beeindruckt. „Wir sehen hier tollen Sport, und das alles bei einer herausragenden Fairness. Und wenn man sieht, wie international die Mannschaften durchsetzt sind, dann kann man das gelebte Integration nennen“.

Engagiert ging es auf dem Platz zu. Die Verlautenheider als Bezirksligist spielten auf Augenhöhe mit gegen den favorisierten Landesligisten aus Walheim und waren in der 35. Minute zum zweiten Male erfolgreich. Philipp Hansen schloss gekonnt zum 2:0 ab. Walheim ließ sich aber nicht demoralisieren. Noch vor der Halbzeit wechselte Walheims Trainer Helge Hohl den Erfolg ein. Jochen Schartmann, der für N’Krumah aufs Feld kam, traf kurz nach der Einwechselung mit einem „Tor des Monats“ zum 2:1 Anschluss für Walheim – und unmittelbar vor dem Pausenpfiff noch zum 2:2 Ausgleich.

In der zweiten Hälfte wogte das Spiel hin und her, es gab Chancen auf beiden Seiten. Aber es bedurfte eines Foulelfmeters, um das nächste Tor zu erzielen. Jan van Ameln ließ dem Verlautenheider Torhüter keine Abwehrchance, und die nun überlegenen Walheimer führten 3:2. Kurz vor dem Ende gelang der Hertha durch Masahiro Endo noch das 4:2. Dies war der Schlusspunkt in einem sehenswerten Finale einer mehr als sehenswerten Stadtmeisterschaft, bei der die Mannschaft von Verlautenheide erkennen ließ, dass sie in der kommenden Saison in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen kann.

Der Glückwunsch von Bürgermeister Björn Jansen bei der Pokal- und Scheckübergabe im Anschluss an das Finale galt aber dem diesjährigen Stadtmeister Hertha Walheim. Sie setzte sich verdient und als einziger nicht frühzeitig gestrandeter Favorit durch und konnte mit einer sehr jungen Mannschaft um den Routinier Heinz Putzier überzeugen.

„Es ist mittlerweile gute Tradition, kurz vor Saisonbeginn den neuen Stadtmeister zu ermitteln. Die Mannschaften proben hier den Ernstfall“, weiß auch Jansen um die Bedeutung der Veranstaltung. Mit dem Finale ging ein spannendes und sportlich überzeugendes Turnier zu Ende. 2016 wird auf der Anlage des FC Inde Hahn der 31. Stadtmeister Aachens gesucht. Die Walheimer werden mit Sicherheit da sein.

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