Stadtmeisterschaft: Hahn und Hertha ziehen ins Finale ein

Von: André Schaefer
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Im ersten Halbfinale zwischen Hertha Walheim und Rhenania Richterich fallen viele Tore: 7:1 setzt sich Walheim durch. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Andi Avramovic wusste es. Schon lange. Bereits gut drei Wochen vor dem Startschuss der Aachener Stadtmeisterschaft um den Sparkassen Cup hatte der Trainer von Arminia Eilendorf große Stücke auf den Bezirksligisten aus Hahn gesetzt. Und: Er hatte Recht.

Durch die große Sensation, für die der FC Inde Hahn mit dem Rauswurf der Alemannia gesorgt hatte, standen sie am Freitagabend verdient im Halbfinale. Ausgerechnet gegen Avramovics Landesligamannschaft aus Eilendorf.

Ob der Coach der Arminia auch damit gerechnet hatte, dass der FC Inde Hahn zum Stolperstein seiner Mannschaft avancieren würde? „Ich hatte sie auf dem Zettel, ja“, sagt er. Und er musste am Ende enttäuscht eingestehen, dass Hahn an diesem Abend einen Tick besser war. Mit 3:1 bezwang der Bezirksligist aus Hahn den Landesligisten aus Eilendorf. „Hahn geht ein brutal hohes Tempo, das zeichnet sie aus. Wir hatten jetzt in zehn Tagen acht Spiele. Da ist der Akku irgendwann leer. Hahn steht verdient im Finale“, fand Avramovic lobende Worte für den Finalisten.

Tempo angezogen

Dabei lief es zunächst für die Arminia. Jerome Grammerstorf brachte Eilendorf nach zehn Minuten mit einem strammen Schuss ins rechte Eck in Führung. Vier Minuten später glich Szczyrba per Foulelfmeter aus. Nach dem Wechsel erhöhte der Bezirksligist die Schlagzahl und bewies, dass man sich nicht umsonst gegen Alemannia Aachen durchgesetzt hatte. Mit schnellem Kombinationsspiel tauchten die Hahner immer wieder gefährlich vor dem Eilendorfer Kasten auf, Denis Kalic und Hiroshi Koyama sorgten für den 3:1-Endstand. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Vorbereitung, aber wenn du im Finale stehst, willst du diesen Pokal auch holen“, betonte Hahns Trainer Oliver Heinrichs.

Und in diesem Finale gibt es am Sonntag nun ausgerechnet das Derby gegen Hertha Walheim, die sich mehr als souverän gegen Richterich im ersten Halbfinale durchsetzten – auch, wenn Walheims Trainer die ersten zehn Minuten gar nicht gefallen hatten: „Da haben wir zu nervös gespielt, aber das ist ein Stück weit auch normal“, sagte Mirko Braun.

Die erste Chance des Spiels hatten nämlich Richtericher. Nach einer Ecke musste Baycan die Kugel am langen Pfosten nur noch über die Linie drücken, traf aber über das Gehäuse. Wie es besser geht, zeigte Walheim: Mit dem ersten richtigen Torschuss des Spiels traf Cappellmann aus gut 18 Metern zum 1:0 für die Schwarz-Gelben – ein Treffer mit Wirkung! Ab diesem Zeitpunkt bedeuteten stark ersatzgeschwächte Richtericher kaum noch Gefahr. „Wir wussten, dass es schwer wird. Uns fehlten vier, fünf ganz wichtige Spieler“, ärgerte sich Trainer Gökhan Demirci. Als Mark Thomsen für Walheim nach einer halben Stunde den Halbzeitstand 2:0 erzielte, war bei Richterich die Luft raus.

Die Rhenania verlor zunehmend den Zugriff auf die Partie und nach dem Seitenwechsel dann auch die Nerven. El-Aichti sah wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte, im Anschluss brachen die Schwarz-Weißen wie ein Kartenhaus zusammen. Zweimal Collubry, Putzier, Banzet und nochmals Thomsen schraubten das Ergebnis auf 7:1 in die Höhe, der zwischenzeitliche Ehrentreffer der Richtericher war nur noch Ergebniskosmetik. „Wir haben das einfach gut gemacht. Ich denke, der Sieg war auch in der Höhe verdient“, so ein zufriedener Mirko Braun.

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