Stadt zieht Rotlicht-Blitzer am Berliner Ring aus dem Verkehr

Stadt zieht Rotlicht-Blitzer am Berliner Ring aus dem Verkehr

Von: os
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Wegen einer Ungenauigkeit bei den Induktionsschleifen wurde die Radarfalle am Berliner Ring jetzt aus dem Verkehr gezogen. Foto: Andreas Schmitter

Weil es beim vorgeschriebenen Abstand der im Boden verlegten Induktionsschleifen eine Abweichung von immerhin vier Zentimetern gibt, hat die Stadt den Rotlicht-Blitzer an der Autobahnabfahrt Rothe Erde auf dem Berliner Ring jetzt aus dem Verkehr gezogen.

Der Landesbetrieb Mess- und Eichwesen NRW hatte landesweit alle 48 Geräte dieses Typs vom Hersteller Jenoptik geprüft, weil eine bislang offenbar nicht eindeutige Montageanleitung des Herstellers vom Physikalisch-Technischen Bundesamt präzisiert worden war.

Demnach sollte bis zum Jahr 2017 der Abstand zwischen zwei Induktionsschleifen 1,20 Meter lang sein, wohingegen er nun 1,20 Meter betragen muss. An besagtem Blitzer in Aachen sind es aber nur 1,16 Meter, weshalb dieser wie 15 weitere Geräte in Nordrhein-Westfalen von den Prüfern beanstandet wurde. Laut Stadt gibt es vom Hersteller zwar die pauschale Aussage, dass eine Unterschreitung des Abstands die Messung nicht beeinträchtige, doch wolle man eine konkrete Aussage zum Messplatz an der Autobahnabfahrt zunächst abwarten.

Die drei anderen Rotlicht-Blitzer gleichen Typs in Aachen an der Ecke Wilhelmstraße/Lothringerstraße, am Kaiserplatz und an der Bastei wurden nicht beanstandet. In den betroffenen Städten würden die Verstöße, die seit Jahresbeginn von den 16 bemängelten Geräten aufgenommen wurden, in der Regel nicht mehr verfolgt, heißt es. In Aachen wurde an dieser Stelle allerdings kein einziger Verstoß festgestellt, obgleich pro Jahr gegen rund 6000 Rotlichtsünder Verfahren eingeleitet werden.

Der Grund: Der Blitzer am Berliner Ring ist laut Stadt nur selten in Gebrauch – zuletzt vor knapp einem Jahr vom 22. März bis zum 10. April 2017.

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