Stadt will weiter gegen Umweltzone kämpfen

Von: Oliver Schmetz
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Aachen. Die Umweltzone soll kommen, so will es die Kölner Bezirksregierung. Aber die Stadt Aachen will das nach wie vor verhindern – so hat es jetzt im Mobilitätsausschuss der Leiter des Fachbereichs Umwelt, Elmar Wiezorek, noch einmal deutlich unterstrichen.

„Die Umweltzone wird überschätzt“, sagte Wiezorek. Auch für die neuralgischen, weil besonders schadstoffbelasteten Achsen Adalbertsteinweg und Wilhelmstraße könne man ein Maßnahmenpaket schnüren, „das die Wirkung einer Umweltzone erreicht oder sogar übertrifft“. Daran werde in seinem Fachbereich im Zuge der Fortschreibung des Aachener Luftreinhalteplans derzeit gearbeitet, erklärte der Umweltfachmann. „Und das werden wir belegen.“ Deshalb sei die Einführung einer Umweltzone in Aachen zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht verhältnismäßig und somit „aus unserer Sicht rechtlich nicht haltbar“, so Wiezorek.

In Aachen wolle man lieber weiter auf eine Änderung des Mobilitätsverhaltens setzen und so eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs erreichen. „Diese Strategie ist erfolgreich, die geben wir nicht auf.“ Demgegenüber gingen die Verfechter von Umweltzonen von falschen Annahmen aus. So würden mitnichten alle Besitzer alter Autos Neuwagen anschaffen, sondern mindestens 30 Prozent mit Filtern nachrüsten. Gleiches gelte für Busflotten, wo die Nachrüstung den Umstieg auf neueste Technik verzögere – wobei nur Letzteres die Stickstoffdioxidwerte in der Luft senke.

Unterdessen teilte die Bezirksregierung mit, den Entwurf des Luftreinhalteplans, zu dem auch die Umweltzone gehören werde, ab Montag zu veröffentlichen. Er kann auch im Internet unter www.aachen.de und www.bezreg-koeln.nrw.de eingesehen werden. Bis 23. April können unter der Mail- Adresse lrp@bezreg-koeln.nrw.de Kritik geäußert und Anregungen gegeben werden.

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