Aachen - Stadt will Prostitution in der Antoniusstraße zurückdrängen

Stadt will Prostitution in der Antoniusstraße zurückdrängen

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Antoniusstraße Satellitenbild
Die Stadt plant anscheinend, längerfristig das Rotlichtgewerbe aus der Antoniusstraße zurückzudrängen. Unklar ist, wohin die Reise für die Damen aus dem horizontalen Gewerbe dann gehen soll. Foto: Google Earth

Aachen. Die Stadt Aachen will ab dem 1. Januar 2011 in Teilen der Antoniusstraße die Prostitution verbieten, exakt in den Häusern mit den Hausnummern 3 bis 13.

Das teilte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden gemeinsam mit Rechtsdezernentin Annekatrin Grehling im Rahmen einer Pressekonferenz im Aachener Rathaus mit.

Dies solle ein erster Schritt in Richtung eines vollständigen Verbotes der Prostitution in dieser Straße sein. Wann das geschehe, sei noch offen. Der Oberbürgermeister: „Vielleicht ist das in drei, in fünf oder in acht Jahren der Fall.”

Seit einem Jahr arbeite man an diesem Thema. Das Verfahren sei nicht einfach, die endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit liege bei der Bezirksregierung.

Man sei jedoch sicher, dass man genügend Argumente für die vorgesehene Erweiterung de Sperrgebietsverordnung - wie es im Juristendeutsch heißt - habe.

Wichtigstes Argument sei die geplante städtebauliche Aufwertung am Standort des jetzigen Büchelparkhauses. Dort werde demnächst ein modernes Kaufhaus entstehen. Die auch jungendlichen Nutzer seien zu schützen.

Die Stadt besitze zudem ein eigenes Grundstück an der Ecke Nikolausstraße/Antoniusstaße, das sie verkaufen wolle. Und schließlich lägen der Verwaltung aus der benachbarten Kleinkölnstraße für einzelne Grundstücke Anfragen für Nutzungsänderungen vor, denen die jetzige Nutzung der Antoniusstraße engegenstehe.

Die Hoffnung des Oberbürgermeisters: „Wenn der erste Schritt zum 1. Januar 2011 gelingt, dann werden die übrigen von alleine folgen.”
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