Stadt will eine Beratung für Prostituierte

Von: André Schaefer
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Aachen. Das erste Zwischenfazit fällt durchaus positiv aus, wenngleich es wohl noch etwas dauern wird, bis erste Erfolge sichtbar werden. Mit der Gründung des runden Tisches „Prostitution in Aachen“ vor gut zwei Jahren wurde zumindest ein erster wichtiger Grundstein gelegt, um die Probleme im Bereich der Prostitution aufzugreifen.

Zehnmal hat das Gremium, das auf Beschluss des Ausschusses für Soziales, Integration und Demographie Ende 2010 ins Leben gerufen wurde, bislang getagt. Mitglieder des Ausländeramtes der Städteregion, des Fachbereiches Sicherheit und Ordnung, der Hilfsorganisation „SOLWODI“ oder des Jobcenters waren dabei ständige Vertreter. Einzig das Ziel, Betreiber der Bordelle und eine Vertretung der Prostituierten für die Gespräche zu gewinnen, konnte nicht erreicht werden.

„Bislang ging es in unserer Arbeit darum, alle nötigen Informationen bezüglich der Problematik der Prostitution zu sammeln. Das hat sehr lange gedauert, doch nun muss der nächste Schritt folgen“, heißt es seitens der Verwaltung. Um das langfristige Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Prostituierte in der Antoniusstraße zu verbessern, umsetzen zu können, hat der Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie nun die Verwaltung beauftragt, ein Beratungsangebot für Prostituierte zu entwickeln. Als Vorbild dient die Stadt Dortmund, die mit ihrem „Dortmunder Modell“ unter anderem erfolgreich den Fokus auf eine freie Beratungsstelle für Prostituierte gelegt hat. Als wichtiger Partner dürfte in Zukunft auch die Hilfsorganisation „SOLWODI“ dienen, die Frauen unterstützt, die Opfer von Menschenhandel oder Zwangsprostitution geworden sind. Bis Ende 2013 wird „SOLWODI“ durch die Aktion Mensch gefördert. Ob die Hilfsorganisation der Stadt bei der Etablierung des Beratungsangebotes helfen kann, wird derzeit geprüft.

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