Aachen - Stadt will die Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen

Stadt will die Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen

Von: Tim Habicht
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Aachen. „Fragen sie einmal die Menschen auf der Straße oder in der Kneipe, was die Kraft-Wärme-Kopplung ist. Da werden sie viele fragende Gesichter sehen“, schildert Dr. Maria Vankann von der Stabsstelle Klimaschutz. Dabei ist die KWK eine energieeffiziente Technologie, die in der Zukunft besonders wichtig sein wird. Denn die KWK-Technik ist klimafreundlich und ertragreich.

„Seit Oktober 2012 arbeiten wir als Stadt Aachen mit vielen Partnern aus der Industrie, dem Handwerk, Hochschulen und Verbänden zusammen, um das Thema KWK voranzutreiben. Die Arbeit hat sich schon jetzt gelohnt. Denn nun haben wir eine Basis geschaffen, und gesehen, was für Potenzial in der KWK steckt“, beschreibt Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken.

Gemeinsam habe man ein Konzept beim Land NRW eingereicht und sich als KWK-Modellkommune beworben. Es winken Fördergelder von rund vier Millionen Euro, die in das insgesamt fast 16 Millionen Euro teure Projekt fließen sollen. Investitionen, die sich lohnen sollen. Denn Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung nutzen den eingesetzten Brennstoff gleich doppelt. Der Brennstoff, ob Gas, Holz oder Pflanzenöl, wird gleichzeitig in Wärme und Strom umgewandelt. Durch den Einsatz der KWK-Technik wird die eingesetzte Energie effizienter genutzt. CO2-Emissionen werden reduziert, Kosten gespart und der Gewinn wird gesteigert. Um bis zu 3,5 Prozent sollen durch den Einsatz von KWK-Technologie die CO2-Emissionen in Aachen gesenkt werden.

Bis 2017 soll der Strom, der durch KWK-Technik entsteht, vervierfacht werden. Ein ambitioniertes Ziel, das durch die Unterstützung des Landes NRW vorangetrieben werden soll. Aus 20 Bewerbern werden drei Kommunen bestimmt, die Fördergelder erhalten. „Generell gesehen ist die KWK eine recht unbekannte Technik, die allerdings viele Zielgruppen wie beispielsweise die Industrie oder auch Hotels und Pflegeheime hat“, sagt Vankann. Denn wo ganzjährig Wärme benötigt wird, rechnen sich KWK-Anlagen besonders.

Alle Verantwortlichen und Mitwirkenden streichen unisono heraus, wie wichtig die neue Technologie sein wird. „Es ist toll, wie die Stadt Aachen immer wieder vorausschaut und auf neue, innovative Technologien setzt. Dabei hat sich bereits jetzt schon die Vernetzung zu diesem Thema gelohnt. Denn der Austausch zwischen allen Partnern ist wichtig und läuft toll“, sagt Prof. Isabel Kuperjans, Lehrgebiet Energietechnik und Wärmeübertragung der FH Aachen. Auch Klaus Meiners vom Fachbereich Umwelt schlägt in diese Kerbe: „Die KWK ist ein ganz wichtiges Element im Rahmen der Energiewende. Die Gelegenheit ist jetzt optimal – wir müssen sie nur nutzen.“

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