Aachen - Stadt will 40 Container für Handys, Toaster & Co.

Stadt will 40 Container für Handys, Toaster & Co.

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Demnächst ein Fall für den Container: Die Stadt will Elektroschrott an 40 Standorten sammeln.

Aachen. Altes Handy? Kaputter Toaster? Defekter Rasierer? Oder ein Radio, ein CD-Player, ein Laptop, ein Fön, die nicht mehr gebraucht werden? In all diesen und noch viel mehr Fällen soll es bald deutlich bequemer werden, die Sachen loszuwerden.

Da Elektro- und Elektronikkleingeräte längst nicht mehr in die Mülltonnen dürfen, muss man jedes Mal einen Recyclinghof ansteuern. Demnächst dürfte der Weg deutlich kürzer ausfallen. Denn die Stadt will ab April 2015 Container zum Sammeln dieser Geräte aufstellen. 40 an der Zahl sollen es sein, platziert an jedem sechsten Standort von Altglascontainern.

Bei dem Vorhaben geht es jedoch nicht in erster Linie um die Bequemlichkeit der Bürger. Zum einen erreicht die Stadt schon jetzt nicht die vom Gesetzgeber vorgegebene Menge an eingesammeltem Elektroschrott pro Jahr. Die derzeitige Zielmarke liegt bei vier Kilogramm pro Einwohner, Aachen kommt aber nur auf 3,24 Kilo. Und: Diese Vorgabe soll nach einem neuen Gesetzentwurf noch deutlich angehoben werden. Insbesondere bei Kleingeräten will die Stadt deshalb ihre Sammelquote verbessern. Dabei sollen die Container, die es in vielen Städten – auch in Nachbarkommunen – bereits gibt, helfen. Computer- und Telekommunikationsgeräte kann man indes bisher auch der Sperrmüllabfuhr andienen.

Stehen sie an der Straße, gehören sie eigentlich der Stadt. Doch wie bei Großgeräten stehen sie eben nicht lange da, sondern werden flugs von Sperrmülldieben mitgenommen, und die Stadt schaut sowohl in Sachen Quote, als auch in Sachen Verwertung und Einnahmen durch dieselbe in die Röhre. Auch das sollen die Container zumindest bei den Kleinteilen ein Stück weit verhindern. Zusätzlich sollen in den Containern auch kleinere Altmetallteile gesammelt werden.

Rund 100 Tonnen könnten nach den Erfahrungen anderer Städte und umgerechnet auf Aachen pro Jahr zusammenkommen. Nach aktuellen Marktpreisen kämen so immerhin 14.000 Euro in die Kasse. Wobei die Einnahmen aus E-Schrott und Metall zunächst einmal die Kosten decken sollen. Denn die Stadt will die Container selber anschaffen. Die Verwaltung favorisiert beim Einsammeln erst einmal die Variante, diese Dienstleistung in Privathand zu geben. Die Sortierung und Verwertung gehört ohnehin ausgeschrieben. Offenhalten will man sich, ob man zu einem späteren Zeitpunkt auch selber die Sammlung übernimmt. Entscheiden soll darüber der Betriebsausschuss für den Stadtbetrieb in seiner nächsten Sitzung.

Vor Jahren allerdings baute die Stadt die Altpapiercontainer ab, wobei eines der Argumente der sich dort ständig häufende wilde Müll war. Ausgeschlossen sei nicht, dass künftig etwas abgestellt wird, was dort nicht hingehört, sagt Dieter Lennartz, Abteilungsleiter beim Stadtbetrieb. Das könne aber auch an den ja noch existierenden Altglasstandorten passieren. Erfahrungen anderer Städte zeigten jedoch, dass die E-Schrott-Container nicht unbedingt Anziehungspunkte für wilden Müll seien. Und was ist mit Vandalismus durch Metalldiebe, die an den Inhalt der Container wollen? Laut Lennartz sind diese gesichert, so gut es geht. Zudem sollen sie alle zwei Wochen geleert werden. Potenziellen Dieben könnte es am Ende so gehen wie jenem in einer anderen Stadt, von dem Lennartz zu berichten weiß: Der Mann versuchte in den Container zu klettern, blieb aber kopfüber stecken. Und wurde so seinerseits zur leichten „Beute“ für die Polizei.

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