Stadt muss wütende Anwohner beruhigen
Ort des Ärgernisses: Die geplanten Fahrbahnarbeiten an der Von-Coels-Straße ab Madrider/Berliner Ring bringen die Anwohner in Rage. Gespräche haben die Lage aber entspannt. Foto: Martin Ratajczak
Aber man kann genauso konstatieren, dass auch in unseren Zeiten direkte Gespräche Missverständnisse zumindest abschwächen können.
Zunächst herrschte an der unteren Von-Coels-Straße helle Aufregung. Zum einen wegen der geplanten Baumaßnahme ab dem 9. Juli, zum anderen wegen der Kurzfristigkeit der Anwohnerinformation. Im Bereich zwischen den Ringstraßen und dem vorderen Teil der Von-Coels-Straße muss der Straßenbelag erneuert werden. Dazu hat der Stadtbetrieb eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Berliner Ring vorgesehen.
Als unvermeidlich bezeichnet der Stadtbetrieb zudem eine Vollsperrung in genanntem Bereich von Samstag, 14. Juli, 20 Uhr, bis zum folgenden Sonntag, 23.30 Uhr. Spätestens der Zusatz in der städtischen Information, dass während dieser Zeit Hof- und Garagenzufahrten sowie die Einmündung in die Josefstraße nicht erreichbar seien, ließ bei den betroffenen Anwohnern den Geduldsfaden endgültig reißen. Es wurde zur verbalen Gegenattacke geblasen.
Sechs Unterzeichner machten in einem geharnischten Brief an Verwaltung und in Kopie an Medien ihrer Wut Luft. „Protest aufs Schärfste”, „beispiellose Arroganz”, „einstweilige Verfügung auf Baustopp” und „Schädigung der Geschäfte” lassen unschwer erahnen, wie die Information angekommen ist. Vor allem die angesiedelten medizinischen Praxen pochten auf ungehinderte Zufahrt. Und die Vollsperrung an genanntem Wochenende und die befürchtete Lärmbelästigung werden als „Zumutung” beschrieben.
Die Stadt reagierte prompt mit einer Mischung aus Zugeständnis und Bitte um Verständnis. „Eines haben wir in jedem Fall gelernt: Wir müssen die betroffenen Bürger früher informieren - mindestens drei Wochen vor Beginn einer Maßnahme”, konzediert der zuständige Dezernent, Dr. Lothar Barth. Dies habe man im aktuellen Fall zugegebenermaßen versäumt. In Gesprächen mit dem Sprecher des Protestes habe man aber auch Aufklärung betreiben können. So sei die Erreichbarkeit bis auf das Wochenende 14./15. Juli gewährleistet. Und die zweitägige Vollsperrung sei unvermeidlich, da in der Zeit ein spezieller Kleber aufgebracht werden müsse, um anschließend die Asphaltschicht zu fixieren. „Und das kann ohne jede größere Geräuschentwicklung geschehen”, versprach Dr. Barth am Mittwoch.
Einen günstigeren Zeitpunkt als das Wochenende habe man sicher nicht wählen können. Die Erneuerung der Fahrbahn sei von den Bürgern massiv gefordert worden, und Straßenarbeiten ohne Geräusche seien nun mal nicht möglich. „So weit sind wir nach mehreren Gesprächen mit den Wortführern jetzt nicht mehr auseinander”, ist der Dezernent erleichtert. Die Maßnahme sei mit Polizei und Aseag abgestimmt. Genau das will man künftig auch mit den Bürgern optimieren.
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Zunächst herrschte an der unteren Von-Coels-Straße helle Aufregung. Zum einen wegen der geplanten Baumaßnahme ab dem 9. Juli, zum anderen wegen der Kurzfristigkeit der Anwohnerinformation. Im Bereich zwischen den Ringstraßen und dem vorderen Teil der Von-Coels-Straße muss der Straßenbelag erneuert werden. Dazu hat der Stadtbetrieb eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Berliner Ring vorgesehen.
Als unvermeidlich bezeichnet der Stadtbetrieb zudem eine Vollsperrung in genanntem Bereich von Samstag, 14. Juli, 20 Uhr, bis zum folgenden Sonntag, 23.30 Uhr. Spätestens der Zusatz in der städtischen Information, dass während dieser Zeit Hof- und Garagenzufahrten sowie die Einmündung in die Josefstraße nicht erreichbar seien, ließ bei den betroffenen Anwohnern den Geduldsfaden endgültig reißen. Es wurde zur verbalen Gegenattacke geblasen.
Sechs Unterzeichner machten in einem geharnischten Brief an Verwaltung und in Kopie an Medien ihrer Wut Luft. „Protest aufs Schärfste”, „beispiellose Arroganz”, „einstweilige Verfügung auf Baustopp” und „Schädigung der Geschäfte” lassen unschwer erahnen, wie die Information angekommen ist. Vor allem die angesiedelten medizinischen Praxen pochten auf ungehinderte Zufahrt. Und die Vollsperrung an genanntem Wochenende und die befürchtete Lärmbelästigung werden als „Zumutung” beschrieben.
Die Stadt reagierte prompt mit einer Mischung aus Zugeständnis und Bitte um Verständnis. „Eines haben wir in jedem Fall gelernt: Wir müssen die betroffenen Bürger früher informieren - mindestens drei Wochen vor Beginn einer Maßnahme”, konzediert der zuständige Dezernent, Dr. Lothar Barth. Dies habe man im aktuellen Fall zugegebenermaßen versäumt. In Gesprächen mit dem Sprecher des Protestes habe man aber auch Aufklärung betreiben können. So sei die Erreichbarkeit bis auf das Wochenende 14./15. Juli gewährleistet. Und die zweitägige Vollsperrung sei unvermeidlich, da in der Zeit ein spezieller Kleber aufgebracht werden müsse, um anschließend die Asphaltschicht zu fixieren. „Und das kann ohne jede größere Geräuschentwicklung geschehen”, versprach Dr. Barth am Mittwoch.
Einen günstigeren Zeitpunkt als das Wochenende habe man sicher nicht wählen können. Die Erneuerung der Fahrbahn sei von den Bürgern massiv gefordert worden, und Straßenarbeiten ohne Geräusche seien nun mal nicht möglich. „So weit sind wir nach mehreren Gesprächen mit den Wortführern jetzt nicht mehr auseinander”, ist der Dezernent erleichtert. Die Maßnahme sei mit Polizei und Aseag abgestimmt. Genau das will man künftig auch mit den Bürgern optimieren.








