Stadt legt Abschleppen erstmal auf Eis

Von: Robert Esser
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Eiskalt erwischt: Knöllchen schreiben die Politessen in Aachen trotz der Schneeberge, die Haltverbote gelten immer. Aber abgeschleppt wird in diesen Tagen laut Presseamt nicht. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Auf Eis gelegt: Schon in den Tagen vor Weihnachten hatte Strangs Abschleppdienst mit dem städtischen Ordnungspersonal nur in absoluten Notfällen Falschparker an den Haken genommen.

Derzeit ruht der Huckepack-Verkehr komplett, der Parksündern neben dem Verwarnungsgeld weitere dreistellige Euro-Beträge für den Abschleppvorgang aus der Tasche zieht. „Die Witterungsverhältnisse in Aachen machen das Abschleppen in den meisten Fällen absolut unmöglich”, erklärte am Dienstag Rita Klösges vom städtischen Presseamt auf Anfrage der Aachener Zeitung.

Das schont zwar die Portemonnaies von Falschparkern, birgt aber durchaus auch Gefahren. Denn sogar Feuerwehreinfahrten - sonst wie Behindertenparkplätze angestammte Arbeitsorte der Abschleppkolonne - können nicht mehr vom illegal platzierten Blech freigeräumt werden. Im Falle des Falles - also eines Brandes - drohen hier allerdings erhebliche Risiken, wenn Rettungskräfte und große Feuerwehrfahrzeuge nicht zum Einsatzort gelangen können. „Wir bitten deswegen alle Autofahrer - trotz des derzeit hohen Parkdrucks - darum, die Halteverbote zu beachten”, appellierte Klösges.

Zumal die Politessen in diesen Tagen unterwegs sind - wenn auch ferienbedingt nicht in üblicher Stärke. Wer sein Auto, vor allem die Windschutzscheibe, nicht von Schnee befreit, riskiert übrigens ebenfalls Knöllchen. Parktickets in entsprechend gebührenpflichtigen Bereichen und Anwohnerparkausweise sind für die Überwachungskräfte vielfach nicht zu sehen. Und den Politessen sei nicht zuzumuten, selbst die Windschutzscheibe von Schnee und Eis zu befreien, um einen Blick ins Wageninnere zu werfen, hieß es. Noch einmal wurde von städtischer Seite betont: „Die Überwachungskräfte verwarnen hier nach eigenem Ermessen.”

Wer sich ungerecht behandelt fühlt, sollte Kontakt mit dem Ordnungsamt aufnehmen, rät das Presseamt. Kulanz dürfte gewährt werden, wenn der vermeintliche Parksünder im Nachhinein nachweisen kann, dass er sehr wohl über einen Anwohnerparkausweis verfügt, dieser aber unter dem Schnee auf den Fahrzeugscheiben verborgen war.

Ähnliches gelte für Parktickets, die ja per Aufdruck in Datum und Uhrzeit mit dem Zeitpunkt der Verwarnung abzugleichen seien. „Man darf davon ausgehen, dass Verwarnungen, die ungerechtfertigt ausgesprochen wurden, wieder zurückgenommen werden”, sagte Klösges. Also: Cool bleiben.
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