Stadt investiert kräftig in Kita-Ausbau

Letzte Aktualisierung:
12114598.jpg
Das Wohl der Kleinen im Blick: Mit großen Investitionen will die Stadt dem Bedarf im U3-Bereich und dem für größere Kinder gerecht werden. Foto: imago/stock

Aachen. In den vergangenen Jahren hat die Stadt in den Aus- und Neubau von Kindertagesstätten massiv investiert: Von 2012 bis 2016 sind rund 20 Millionen Euro in den Bau von Kindertagesstätten – vor allem für die Betreuung von Unter-Dreijährigen (U3) – geflossen.

Und auch in den kommenden Jahren wird weiter investiert. Ziel: Im U3-Bereich eine Versorgungsquote von 50 Prozent erreichen. Aber auch bei den Kindern über drei Jahren ist die Nachfrage gestiegen, denn die Bevölkerung Aachens wächst.

Versorgungsquote im Blick

In der jüngsten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses sind den Ausschussmitgliedern die kurz- und mittelfristig geplanten Kita-Ausbauprojekte vorgestellt worden. Weitere Baumaßnahmen sollen folgen, um die gewünschte Versorgungsquote zu erreichen.

Dabei wurden die Projekte in verschiedene Kategorien unterteilt. Kategorie A+: Hier sind die Projekte in der Umsetzung, es wurde bereits ein Bauantrag gestellt beziehungsweise er wird zeitnah eingereicht: Kita Königsbergerstraße, An- und Umbau; Kita Mataré-straße: An- und Umbau; Kita An der Rahemühle: An- und Umbau; Kita Reutershagweg: An- und Umbau.

Kategorie A: Diese Maßnahmen sollen bald in die konkrete Planung gehen und dann realisiert werden: Kita Im Kollenbruch: Neubau; Kita Stettiner Straße: Neubau; Kita Albert-Einstein-Straße: Neubau und Umnutzung des Bestandgebäudes Kirchberg 14; Kita Franzstraße: Umnutzung des Bestandsgebäudes; Kita Holsteinstraße (freier Träger): An- und Umbau; Kita Campus „Guter Hirte“: Neubau als Investorenprojekt; Kita Fassinstraße (freier Träger): Umbau; Kita Händelstraße: Neubau.

Kategorie B: Diese Projekte sollen zeitnah geplant und realisiert werden, hier müssen allerdings noch einige Faktoren geprüft und die Finanzierung sichergestellt werden: Kita Branderhofer Weg: Neubau beziehungsweise Ersatzbau als Investorenprojekt; Kita Sittarder Straße: Neubau als Investorenprojekt; Kita Ferberberg: Umbau der „Ausweich-Kita“ zum dauerhaften Kita-Standort; Kita Lochnerstraße: Neubau; Kita Boxgraben: Neubau und Umnutzung des Bestandsgebäudes oder Investorenprojekt; Kita Kaiserstraße: Neubau und Umnutzung des Bestandsgebäudes; Kita Eibenweg: Aufstockung und Umbau.

Kategorie C: Erste Überlegungen zu Baumaßnahmen gibt es für diese Projekte, hier stehen aber noch diverse Prüfungen zur Planung und Realisierung aus, der Zeitpunkt für die Realisierung ist noch unklar: Kita Hünefeldstraße: Neubau als Investorenprojekt; Kita Richtericher Dell: Neubau; Kita Rütscher Straße (freier Träger): Neubau; Kita Albert-Maas-Straße: Um- und Anbau; Kita im Grüntal: Um- und Anbau; Kita Altstadtquartier Büchel: Neubau als Investorenprojekt.

Vom Ausschuss beschlossen wurde konkret, die Kita Holsteinstraße mit einem einmaligen kommunalen Baukostenzuschuss in Höhe von 472.000 Euro zu bezuschussen. Und: Auf der städtischen Grünfläche in Brand, Im Kollenbruch, soll eine fünfgruppige Kita entstehen, um auf die dort bestehende hohe Nachfrage zu reagieren. Diese Kita soll bis spätestens Ende 2018 komplett mit öffentlichen Fördermitteln gebaut werden. Für diesen Neubau wurde am Mittwoch der Planungsauftrag erteilt.

An der Stettiner Straße ist derzeit eine eingruppige Kita in einem Schulpavillon der GGS Driescher Hof untergebracht, der nicht mehr den Anforderungen entspricht. Hier soll nach dem Abriss des Pavillons eine komplett neue vier- bis fünfgruppige Kita an gleicher Stelle entstehen. Im Sozialraum Forst besteht ein sehr hoher Bedarf an Betreuungsplätzen.

Auch an der Lochnerstraße könnte nach dem Abriss des derzeitigen Bestandsgebäudes – das in einem schlechten baulichen Zustand ist und die Anforderungen an eine moderne Kita nicht mehr erfüllt – eine vier- oder fünfgruppige Einrichtung entstehen. Damit würde das Platzangebot, angrenzend an die direkte Innenstadt, steigen.

Planungsauftrag muss kommen

In einem Gebäudeteil an der Turnhalle der ehemaligen Hauptschule Franzstraße soll ein neuer Kita-Standort entstehen. Hier wäre eine bis zu fünfgruppige Kita mit entsprechendem Außengelände möglich, während die angrenzende Restfläche der Schule veräußert und über einen Investor neu beplant wird. Gerade in der Innenstadt ist der Bedarf an Betreuungsplätzen weiterhin hoch. Für alle drei Projekte muss noch ein Planungsauftrag erteilt und die Planungskosten bereitgestellt werden.

Die Kita Süsterfeldstraße mit dem Träger Sozialdienst katholischer Frauen ist im Herbst 2015 aus dem städtischen Gebäude ausgezogen, da dieses im Rahmen des Investorenprojekts Standort Campus West „Guter Hirte“ abgerissen wird. Als Ersatzstandort wurde übergangsweise das städtische Gebäude am Ferberberg hergerichtet. Geplant war, dass die Kita nach der Fertigstellung der neuen geplanten fünfgruppigen Neubau-Kita am Standort „Guter Hirte“, in dieses Gebäude zieht und die derzeit dreigruppige Kita so um zwei Gruppen erweitert wird. Aber der SkF hat einen Antrag gestellt, am Ferberberg bleiben zu können. Damit würden am Standort „Guter Hirte“ fünf zusätzliche neue Gruppen entstehen, für die auch Bedarf da ist.

Allerdings besteht für das Gebäude Ferberberg derzeit nur eine befristete bauordnungsrechtliche Nutzungsgenehmigung seitens des Bauordnungsamts. Um eine dauerhafte Genehmigung zu bekommen, müssen weitere Baumaßnahmen umgesetzt werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert