Aachen - Stadt baut dasOGS-Angeboterneut aus

Stadt baut dasOGS-Angeboterneut aus

Von: Thorsten Karbach
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Sie wächst und gedeiht: Die O
Sie wächst und gedeiht: Die Offene Ganztagsschule - hier in der Eilendorfer Birkstraße -muss stetig weiter ausgebaut werden, weil die Nachfrage immer weiter steigt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. 247 neue Plätze werden in Aachens Offenen Ganztagsschulen geschaffen - weil die Nachfrage steigt und steigt. Damit werden im Schuljahr 2012/2013 3988 Plätze an den Aachener Grundschulen eingerichtet. Im noch laufenden Schuljahr werden 3741 Plätze gezählt.

Hinzu kommen noch Nachmittagsangebote von Grundschulen, die nicht als OGS firmieren - etwa in der Karl-Kuck-Schule in Brand. Um mehr als ein Viertel nimmt zudem die Zahl sogenannter sonderpädagogischer Förderplätze in den Offenen Ganztagsschulen zu. Bislang wurden hier 152 Plätze für Kinder mit Behinderung eingerichtet. Im nächsten Schuljahr sollen es bereits 212 Plätze sein.

Im städtischen Fachbereich Kinder, Jugend, Schule wird die Offene Ganztagsschule in Aachen längst als Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. „Der Erfolg für die Kinder, Eltern, Lehrer und das pädagogische Personal lässt sich auf die ausgesprochen hohe Qualität der pädagogischen Arbeit vor Ort zurückführen”, heißt es nun in einer Erläuterung der Zahlen für den Kinder- und Jugendausschuss, der am Dienstag um 17 Uhr im Verwaltungsgebäude Mozartstraße, und am Donnerstag, 10. Mai, um 17 Uhr an Ort und Stelle im Schulausschuss vorgelegt werden. „Es zeigt sich, dass die Zusage eines OGS-Platzes für die Eltern eine hohe Bedeutung hat und immer mehr zur Grundvoraussetzung für ihr Kind wird”, heißt es weiter. Erstmals eingerichtet in diesem Jahr wurde zudem eine offene Ganztagsklasse, die in der Klassengemeinschaft auch den Nachmittag miteinander erlebt. Vorreiter dieses Modells in die Katholisches Grundschule Passstraße.

Die Versorgungsquote - ohne die Nicht-OGS-Nachmittagsangebote anderer Schulen - beträgt damit in Aachen 52 Prozent. Diese werden auch nachgefragt. Neue oder größere Gruppen werden dementsprechend an Annaschule, GGS Am Haarbach, GGS Driescher Hof, GGS Gerlachstraße, GGS Oberforstbach, GGS Schönforst, GGS Walheim, KGS Am Fischmarkt, KGS Auf der Hörn, KGS Barbarastraße, KGS Beeckstraße, KGS Bildchen, KGS Forster Linde, KGS Hanbrucher Straße, KGS Marktschule, KGS Michaelsbergstraße, KGS Verlautenheide, den Schulen in der Reumontstraße und der Montessori-Schule Eilendorf geschaffen. In der Regel könne der gestiegene Bedarf laut Schulverwaltung durch Anschaffung flexibler Möbelsysteme im Bestand organisiert werden - ohne aufwändige bauliche Veränderungen. Für den nötigen Raumbedarf stehen im laufenden Jahr zudem 1,7 Millionen Euro bereit.

Mit dem Umfang steigen freilich auch die Kosten für die Stadt Aachen in Sachen OGS-Angebot. Im laufenden Jahr werden sie mit 7,04 Millionen Euro berechnet, 2013 sollen sie bei 7,72 Millionen Euro, 2014 bei 8,40 Millionen Euro und 2015 bei 9,08 Millionen Euro liegen.

Die meisten Plätze zählen im nächsten Schuljahr die GGS Vaalserquartier (200), die die Reumontschulen (177), die Marktschule und die GGS Laurensberg (jeweils 150) und die Passstraße (146). Weniger Plätze werden fortan am Kronenberg angeboten - zwangsläufig, denn die Schule nimmt keine neuen Schüler mehr auf und wird auslaufend geschlossen.

OGS-Plätze werden darüber hinaus auch an vier städtischen Förderschulen angeboten. 134 sind es im laufenden Schuljahr, 133 sollen es im nächsten Schuljahr sein. Allerdings sind diese Zahlen nun mit einem dicken Fragezeichen versehen, denn zwei der vier Förderschulen sollen geschlossen werden. Da dieser Schritt aber erst im laufenden Schuljahr 2012/2013 erfolgt, wird zunächst mit 22 Plätzen am Kurbrunnen, 36 am Rödgerbach, 33 in Walheim und 42 in der Beginenstraße gerechnet. Die Beginenstraße - nach dem ersten Entwurf des Schulentwicklungsplanes für die Förderschulen auf der Streichliste - ist damit die einzige der vier genannten Schulen, mit steigendem OGS-Bedarf. An einer weiteren Förderschule am Kennedypark gibt es ebenfalls Nachmittagsbetreuung - der ist aber gebunden also verpflichtend und nicht wie in der OGS freiwillig.
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