Aachen - Stadt Aachen findet Räume für die Abendschulen

Stadt Aachen findet Räume für die Abendschulen

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Misstöne an den Abendschulen wegen des Umzugs der Musikschule vom Blücherplatz an die Eintrachtstraße werden immer lauter.

Das Abendgymnasium wie auch die Abendrealschule müssen, so die städtische Planung, für die Musikschüler weichen. Die Stadt hat den Schulen gekündigt, das nächste Schuljahr wird für beide Schulen nicht mehr in der Eintrachtstraße starten.

Stattdessen deutet nun vieles darauf hin, dass das Abendgymnasium am Schulzentrum Laurensberg ausgebaut wird und weitere Lehrräume im Krantz-Center an der Krantzstraße beziehen kann und die Abendrealschule zunächst nach Würselen muss, bald aber eine dauerhafte Bleibe in einem Aachener Berufskolleg findet.

„Wir sitzen nicht untätig herum”, erklärt Björn Gürtler vom städtischen Presseamt. Die Raumsuche fürs Abendgymnasium sei erfolgreich gewesen. Vier Räume in der Johannes-Keppler-Schule, einer Förderschule mit Schwerpunkt Sehen, sollen im neuen Schuljahr vom Abendgymnasium genutzt werden.

Nur die Zustimmung des Landschaftsverbandes als Träger der Förderschule stehe noch aus. Sie wird aber laut Björn Gürtler erwartet. „Es wurden schon Gespräche geführt”, sagt er. Im Haupthaus, in dem das Abendgymnasium bereits beheimatet ist, konnte zwischen Heinrich-Heine-Gesamtschule und Anne-Frank-Gymnasium zwar kein freier Raum mehr gefunden werden, aber die Johannes-Keppler-Schule zählt ebenfalls zum Komplex des Schulzentrums am Hander Weg.

Zudem werden wohl 150 Qua-dratmeter im Krantz-Center bezogen werden. „Es würde dann zwar Miete anfallen, aber die wäre zu stemmen”, sagt Gürtler. Die Raumstruktur sei laut Vermieter variabel handhabbar, lasse sich auf die Schulbelange abstimmen.

„Damit würde die Schule weiterhin über zwei gute Standorte verfügen”, meint der Mann vom Presseamt. Schulleiter Bruno Steinberg hatte zuletzt im Schulausschuss der Städteregion auf die Erreichbarkeit seiner Schule hingewiesen, um die Schülerinnen im Vormittagsunterricht nicht zu verlieren. Dies sieht Gürtler im Krantz-Center - nah an der Jülicher Straße - gegeben.

Bislang keine Alternative sieht er zu einem vorübergehenden Umzug der Abendrealschule in die Städteregion - genauer ins Euregio-Kolleg nach Würselen. Gürtler betont aber auch: „Wir wollen die Abendschule wieder zurückholen und auf lange Sicht im Stadtgebiet halten.” Bevorzugt werde von der Stadt dabei eine Lösung in einem der städteregionalen Berufskollegs in der Innenstadt - etwa an der Lothringer- oder der Beeckstraße.

„Wir warten hier noch auf den Schulentwicklungsplan der Städteregion. Dann ist klar, wo welche Räume frei werden”, sagt er. Der (vorübergehende) Umzug nach Würselen trifft an der Schule aber auf wenig Gegenliebe. Leiter Ralph Ochel hatte im Schulausschuss auf 70 Prozent Schüler aus dem Aachener Stadtgebiet verwiesen. Dem entgegnet Gürtler nun: „Nach unseren Kenntnissen gibt es keine Alleinerziehenden, die mit der Fahrt nach Würselen Probleme hätten. Das haben wir abgefragt.”

Gürtler betont zudem, die Stadt würde die Schulen nicht einfach aus der Eintrachtstraße „rausschmeißen”, die Stadt brauche schlichtweg das Gebäude, da das Haus der Musikschule am Blücherplatz für mehr als zwei Millionen Euro saniert werden müsse.

Möglich ist dabei durchaus, dass das Gebäude aufgegeben und verkauft wird. Dann würde die Musikschule dauerhaft zur Eintrachtstraße ziehen. Was das kostet, sei aber noch nicht ermittelt.
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