„Stackpole International“ zieht zum neuen Campus-Melaten-Cluster

Von: Kristina Toussaint
Letzte Aktualisierung:
14012391.jpg
Viel Wissen wird in den neuen Cluster Produktionstechnik auf dem Campus Melaten gepumpt: Dort hat sich jetzt die „Stackpole International“ angesiedelt. Foto: Andreas Steindl
14012394.jpg
Über den neuen Standort freuen sich (v.l.) Manfred Arnold, Peter Ballantyne, Mohamad El-Mahmoud, Ann Herten und Robert Mooy. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Noch ist Stackpole International fast alleine im noch etwas unfertigen ersten Clustergebäude am Melatener Campus-Boulevard. Wie in den geplanten weiteren Cluster-Gebäuden soll das Zentrum für Produktionstechnik aber bald vielen weiteren aus Industrie und Forschung ein gemeinsames Dach bieten.

Firmen wie die frisch eingezogene Stackpole, die unter anderem Ölpumpen für Autos entwickelt, können dann von der enormen Infrastruktur am Campus Melaten profitieren.

Neben dem Firmen-Hauptsitz in Ontario, Kanada, besteht der Aachener Standort von Stackpole seit 2011. Inzwischen arbeiten hier rund 60 Mitarbeiter als Ingenieure, in Forschung, Marketing und Verkauf. Vom Ersttest im Labor durchlaufen die vom Kunden angeforderten Teile hier den kompletten Entwicklungsprozess bis zum fertigen Produkt. Designer entwerfen Modelle, die dann nach zahllosen Tests und genauesten Messungen mit optischen und dreidimensionalen Messgeräten zum serienproduktionsfertigen Prototypen entwickelt werden. Massenfertigung findet hier, anders als an anderen weltweit positionierten Standorten des Unternehmens, nicht statt.

„Eine großartige Umgebung mit einzigartiger Infrastruktur“ biete der Campus, so Dr. Philipp Kauffmann, zuständig für Forschung und Innovation. Entstehen soll hier ein zusammenhängender, über 400.000 Quadratmeter großer Campus mit insgesamt elf Forschungsclustern, darunter Zentren für Nachhaltige Energie, Photonik, Biomedizintechnik und Schwerlastantriebe. Fünf weitere Cluster entstehen am Campus West. Neben Raum für die Hochschulbildung sollen so auch internationale Unternehmen angezogen werden.

Stackpole kann vorhandene Synergien, Ressourcen und Know-How bereits jetzt nutzen und beispielsweise von der engen Zusammenarbeit mit dem Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH profitieren. Das Forschungsteam für den Bereich der Pulvermetalle wurde daher bereits von Kanada nach Aachen umgesiedelt.

Seit jeher Mittelpunkt der Arbeit von Stackpole: Ölpumpen für die Automobilindustrie. An den neuen Aachener Funktionsprüfständen werden bis zu zehn Baustufen eines Modells getestet, um das Einpumpen der exakten Ölmenge in den Motor zu gewährleisten. Spezialtests können zudem beispielsweise die Lärmbelästigung reduzieren.

Seit 2014 ist das Unternehmen zudem in der Pulvermetallurgie tätig. Das Material mit einer „Konsistenz wie Puderzucker“ ermöglicht die Produktion einer großen Bandbreite an Bauteilen. Mithilfe von Modellen aus dem 3D-Drucker werden unter anderem Bauteile für Elektromotoren entwickelt. Und um an der Elektrifizierung der Automobilindustrie mitzuwirken – ein weiteres Forschungsthema von Stackpole – ist man am Campus neben e.GO Mobile ja ebenfalls in bester Nachbarschaft.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert