Aachen - Stabhochsprung-Experten trainieren mit Kindern im Waldstadion

Stabhochsprung-Experten trainieren mit Kindern im Waldstadion

Von: Hannah Sturm
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Passende Einstimmung auf das S
Passende Einstimmung auf das Stabhochsprungmeeting in der Innenstadt kommende Woche: Leichtatlethiktraining für Kinder mit Wout van Wengerden (ganz links im Bild) im Waldstadion. Der Nachwuchs soll so an die sehr schwere Disziplin herangeführt Foto: Andreas Steindl

Aachen. Auf den Fußballen wippend steht Alicia auf dem Kasten, den Hochsprungstab in den weit über den Kopf gereckten Händen. Auf das Kommando „drei” schwingt sie nach vorne, springt mit den Beinen voran über das rote Band und landet weich auf den dicken blauen Matten.

Zugegeben, noch hat die Elfjährige diesen Sprung nicht alleine bewältigt, die entsprechende Schwungkraft hat Thorsten Weidemann in den Stab gebracht. Der Trainer bei der Leichtathletikabteilung der Alemannia ist zuständig für die vierte Station des Wettkampf-Parcours im Waldstadion. Hier soll die junge Sportlerin erst einmal ein Gefühl für die Flugkurve bekommen.

Kleinen Wettkampf organisiert

Im Vorfeld des Dom-Springens am Mittwoch hat sich Rens Blom, Stabhochsprungweltmeister und niederländischer Nationaltrainer, ein ganz besonderes Training für die jugendliche Leichtathleten aus der Städteregion ausgedacht. Ein kleiner Wettkampf soll sie spielerisch an diese Disziplin heranzuführen. Etwa 30 junge Sportler stellen so an verschiedenen Stationen ihre Schnelligkeit im Sprint, ihre Körperspannung beim Flug über die Latte, ihre Geschicklichkeit bei der Handhabe des Stabes und ihre Kraft beim Absprung unter Beweis. An jeder Station gibt es Punkte und am Ende winkt eine Urkunde.

Außerdem hat Blom einige seiner Schützlinge mit nach Aachen gebracht, unter ihnen auch der erfolgreiche niederländische Stabhochspringer Wout van Wengerden, der beim Aachener Domspringen zu den Publikumslieblingen gehört. Etwa 20 junge Athleten aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland sind zu diesem Meeting ins Waldstadion gekommen. Viele von ihnen starten auch Mittwoch beim Nachwuchsspringen vor dem Aachener Rathaus. Ihnen sollen die Kinder an der letzten Station zuschauen. „Es geht auch darum, Brücken zu schlagen zwischen den Altersgruppen”, sagt Trainer Weidemann.

Eher eine exotische Disziplin

Denn auch wenn besonders bei Veranstaltungen wie dem Dom-Springen der Stabhochsprung beim Publikum extrem beliebt ist, bleibt er in den Vereinen meist ein Exot. „Stabhochsprung ist eine der komplexesten Disziplinen in der Leichtathletik”, sagt Michael Leers, Leiter der Leichtathleten bei der Alemannia. Gute Springer müssten besonders schnell sein, am gesamten Körper sehr gut trainiert und auch extrem mutig. Mit dem besonderen Training möchte die Alemannia deshalb gemeinsam mit Trainer Blom Kinder für den Stabhochsprung begeistern.

Mit elf Jahren habe Blom seine Faszination für diesen Sport entdeckt: „Ich habe sehr gute Springer gesehen und gedacht ?das sieht cool aus, das möchte ich auch machen.”

Für die jugendlichen Leichtathleten aus der Region ist das Training mit den Profis auf jeden Fall eine gelungene Sache, wie auch Alicia bestätigt. „Es ist wirklich toll den guten Sportlern zuzuschauen und das Training macht Spaß, aber ist auch echt anstrengend.” Doch vorerst ist sich die Elfjährige noch sicher: „Ich mag 400 Meter Lauf lieber.”
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