Aachen - St. Josef: Zehn Jahre später „ist die Kirche komplett“

St. Josef: Zehn Jahre später „ist die Kirche komplett“

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Festliche Messe in einem endlich vollendeten Gotteshaus: Pfarrer Martin Frohn freute sich an Allerseelen darüber, dass die Grabeskirche St. Josef zehn Jahre nach ihrer Eröffnung endlich „komplett“ ist. Foto: Andreas Steindl
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Die Grabeskirche St. Josef ist zehn Jahre nach ihrer Eröffnung endlich „komplett“. Foto: Andreas Steindl
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Den musikalischen Part bestritt der Chor St. Laurentius. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Gott vollendet das, was in uns unvollendet geblieben ist“: Während Pfarrer Martin Frohn ein Leben nach dem Tod den Besuchern des Requiems, die um einen Menschen trauern, am Abend von Allerseelen (Mittwoch) zum Trost mit auf den Weg gab, konnte er die Vollendung der Grabeskirche am Adalbertsteinweg schon im Hier und Jetzt verkünden. Zehn Jahre nach der Eröffnung von St. Josef als Grabeskirche „ist die Kirche komplett“.

Nach der Sanierung des Daches und des Gewölbes sowie der Aufstellung aller Urnenstelen gilt das insbesondere auch für den Altarraum: Hier wurden zuletzt fünf Fenster nach Skizzen des international bekannten Glaskünstlers Professor Ludwig Schaffrath aus Alsdorf eingebaut.

Er hatte in den 1970er Jahren schon alle anderen Fenster in St. Josef gestaltet. Zudem wurde hinter dem Altar ein Aschebrunnen installiert (wir berichteten). „Die Grabeskirche hat sich als gute Idee herausgestellt“, sagte Frohn in seiner Predigt mit nachvollziehbarer Freude über das Geschaffte.

Dass die Lesung zu Allerseelen ausgerechnet einen Text aus Paulus‘ zweitem Brief an die Korinther vorsah, passte Frohn da nicht so recht. Schreibt der Apostel doch, dass es vorzuziehen sei, das irdische Leben und den Leib zu verlassen. „Warum leben wir dann überhaupt?“, fragte Frohn die zahlreich erschienenen Besucher der festlichen Messe. „Die ganze Bibel ist davon geprägt, dass Gott den Mensch als Ganzes geschaffen hat. Mit Körper, Geist und Seele. Unser jetziger Leib ist unsere Möglichkeit, uns auszudrücken.“

Zum Beispiel mit vom Körper erzeugter Musik. Das übernahm für die Messe mit Lichtfeier der Chor St. Laurentius sowie Organist Kianhwa Djie unter der Leitung von Gregor Jeub mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Himmlisches auf Erden sozusagen – zum Troste der Trauernden und als Ansporn für die Gestalter der Gegenwart.

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