„Square Aixtreme“: Ein bisschen Amerika in Aachen

Von: Eva Onkels
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Fliegende Petticoats im Bürgerzentrum: Die Aktiven des Vereins „Square Aixtreme“ lassen den klassischen amerikanischen Tanz regelmäßig wieder aufleben. Ohne den sogenannten Caller geht es dabei nicht. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Einmal Teil der amerikanischen Kultur werden – und das mitten in Aachen. Wenn die Petticoats der Damen fliegen und die Boloties der Herren einen so sehr an die Hochzeit der Western-Filme erinnern, dann kann man in Aachen nur bei den Tänzerinnen und Tänzern von „Square Aixtreme e.V“ sein.

Rund 42 Menschen im Alter von 26 bis 86 treffen sich jeden Dienstagabend, pünktlich um 19.30 Uhr im Bürgerzentrum St. Fonleichnam in der Schleswigstraße 15, um gemeinsam zu tanzen. Es sieht kompliziert aus, wenn sich die Paare in den Vierecken anfangen zu bewegen, die Figuren wirken wie einstudiert. Wer genauer hinhört, kann jedoch eine Stimme über der Musik vernehmen, den sogenannten „Caller“.

Ohne ihn passiert im Square Dance überhaupt nichts: „Beim Square Dance lernt man keine Tänze auswendig, sondern Figuren“, erklärt Renate König, langjähriges Mitglied des Vereins. Der Caller ruft den Tänzern die zu tanzenden Figuren zu: „Circle left, circle right, star left, star right und ladies chain, um nur einige wenige der 68 Mainstream-Figuren zu nennen, die jeder Tänzer irgendwann lernen muss.

Die Calls sind international standardisiert und in englischer Sprache, was aber niemanden abhalten sollte, der der englischen Sprache nicht mächtig ist. Man lernt sie als Namen bestimmter Figuren, was genau die Worte bedeuten, ist für das Tanzen unerheblich.

Callerin Carol David-Blackman hat 30 Jahre „gecallt“, jetzt möchte die gebürtige Amerikanerin kürzer treten. Wie wichtig der Caller ist, beschreibt Renate König präzise: „Wenn der Caller nichts sagt, stehen die Tänzer herum“. Sie lächelte. Ein Nachfolger für David-Blackman ist bereits gefunden, es geht also weiter mit dem Tanzen. Square-Dance sei eine der gesündesten Sportarten, heißt es. Sogar gegen Alzheimer soll das Tanzen helfen, denn es fordert ein hohes Konzentrationsvermögen. Füße und Kopf gleichzeitig zu koordinieren, stellt eine besondere Herausforderung da.

Hervorgegangen ist die Gruppe aus einem Volkshochschulkurs. Doch die Tänzer wollten damals mehr lernen als die immer gleichen Figuren, da es kaum weiterführende Kurse gegeben hat. Wer heute zu den Tänzern kommen möchte, muss entweder Erfahrung im Square Dance mitbringen oder aber bis September warten, dann sind Schnupperstunden und auch der Beginn eines neuen Anfängerkurses. Wer Kontakt mit dem Verein aufnehmen möchte, kann dies über die Homepage des Vereins tun.

www.aixtreme-squares-aachen-ec.de

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