„Spot an!”: AC² sucht wieder kreative Köpfe

Von: Valerie Barsig
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Unternehmer im Gespräch mit dem stellvertretendem Chefredakteur der AZ, Bernd Büttgens (Mitte): (v.l.n.r.) Marco Sievert (Eventac), Dr. Gerd Fuhrmann (Intravis GmbH), Dieter Podhajecky (Profiled GmbH & Co KG) und Axel Bauer (Fraunhofer-Institut). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Vor zwei Jahren hat Barbara Frigger ihr Handwerksdesign-Studium beendet. „Immer wieder habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich den Schritt in die Selbstständigkeit wagen soll”, erzählt sie. Die Idee zu einem Handwerksbetrieb, der sich auf Designerstücke konzentrieren soll, hatte sie schon während des Studiums. „Aber so etwas geht ja nicht von jetzt auf gleich.”

Nun wird ihr Weg in die Selbstständigkeit durch die Initiative AC² unterstützt. Bereits zum zehnten Mal findet der Wettbewerb der Gründerregion Aachen in diesem Jahr statt. Unter dem Motto „Spot an! für Ihre Geschäftsidee” bewerben sich angehende Existenzgründer mit ihren Ideen. 10.000 Euro Preisgeld erhält der Erstplatzierte. „Lassen Sie Ihr Unternehmen strahlen” heißt das Credo in Kategorie zwei, die ebenfalls mit 10.000 Euro für den Erstplatzierten dotiert ist.

Auch für die beste Innovation des Jahres wird ein Preis verliehen - für den kann man sich allerdings nicht bewerben. „Überall in der Region sind Experten unterwegs, die sich auf die Suche nach solchen guten Projekten machen”, erklärt Michael F. Bayer, Geschäftsführer der Gründerregion Aachen. In den letzten Jahren habe sich eine unglaubliche Bandbreite von spannenden neuen Produkten aufgetan, von lichtdurchlässigem Beton bis zum Männerurinal „Adamus” für die Hosentasche.

„Zu gewinnen wäre natürlich ein schöner Nebeneffekt, aber es geht beim Mitmachen vor allem um die Hilfe, die man bekommt”, erklärt Barbara Frigger. Den angehenden Gründern und Unternehmern mit Wachstumswunsch werden Berater zur Seite gestellt, die bei allen Fragen rund um das neue Unternehmen oder bei Innovationsideen zur Seite stehen. In mehreren Runden werden Geschäftspläne entwickelt, die dann von einer Jury bewertet werden. Es werden Gutachten erstellt und in verschiedenen Workshops Fragen zu Finanzierung und Ideenentwicklung geklärt. Außerdem wird aus einem Pool von rund 150 Unternehmens- und Steuerberatern, Patentanwälten und pensionierten Unternehmern ein persönlicher Berater zur Verfügung gestellt.

Die Gewinner werden am 6. Juni 2013 prämiert. Vier regionale Auftaktveranstaltungen in Heinsberg, Schleiden, Jülich und Aachen gaben Mentoren und Jungunternehmern eine erste Möglichkeit zum beschnuppern. „Attraktive Produkte, Talent und Mut, das Riskante zu wagen, davon leben Unternehmen. Die Erfolgsfaktoren der Kleinen sind die gleichen, wie die der großen Konzerne”, weiß Karl Spekl, Standortleiter von Philipps in Aachen, Gastgeber der Auftaktveranstaltung in Aachen am Donnerstagabend. „Innovation ist nicht nur ein funkelnder Gedanke, sondern auch große Anstrengung.”

Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, führte durch den Abend, der auch mehrere Showeinlagen des Das Da Theaters beinhaltete. Neben der Vorstellung der Wettbewerbsstufen wurden in einer Talkrunde mit erfolgreichen Existenzgründern und Unternehmern Erfahrungen weitergegeben. „Wenn man gründet, ist man stolz und will direkt loslegen. Wenn dann jemand meckert, kommt das natürlich nicht gut an”, weiß Gerd Fuhrmann von der Intravis GmbH, die heute weltmarktführend in Sachen Kunststoff- und Verpackungsprüfsystemen ist. Angefangen hat er mit zwei Mann. „Wenn man allerdings auf zurückhaltende und konstruktive Art und Weise Tipps bekommt, ist das eine schöne Sache.”


Auch Dieter Podhajecky ist ein „alter Hase” im Geschäft. Ende der 90er Jahre gründete er seine Profiled GmbH & Co KG, die sich Lichtkonzeptionen mit LED-Lampen verschrieben hat - und ebenfalls Gewinner der AC²-Wachstumsinitiative war. „Durch AC² kann man eine Menge lernen und Impulse erhalten, die sonst im Tunnelblick verloren gehen”, sagt er.

Mentale Unterstützung, jemanden, der immer wieder antreibt, das wünscht sich auch Barbara Frigger für die Zukunft. Dann, so hofft sie, kann sie erfolgreich mit ihrem Unternehmen starten.


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